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Drei Kinder die gemeinsam auf ein Smartphone schauen.

Digitale Medien – Wichtige Empfehlungen für Eltern von Kindern von 6 bis 13 Jahren

 

 

Text in Leichter Sprache

Das ist gut zu wissen

Digitale Medien sind heute überall.
Das sind zum Beispiel Webseiten, Apps, E-Books oder Computer-Spiele.

Wir nutzen digitale Medien auf diesen elektronischen Geräten:

  • Smartphone
  • Internet
  • Fernseher
  • Laptop
  • Tablet
  • Computer

 

Auch Schulkinder finden digitale Medien interessant.

Schulkinder sehen:

  • So kommunizieren die Eltern im Internet
  • So informieren sich die Eltern im Internet
  • So nutzen die Eltern digitale Medien zur Unterhaltung

 

Schulkinder benutzen digitale Medien auch selbst:

  • in der Freizeit
  • in der Schule

 

Sie als Eltern haben viele Fragen zu digitalen Medien.

Sie möchten wissen:

Wie können wir unseren Kindern helfen?

 

 

Kinder müssen lernen, digitale Medien gut zu nutzen.

Sie als Eltern sollen Ihren Kindern dabei helfen.

Und Sie sollen die digitalen Medien mit Ihren Kindern nutzen.

Die Kinder sollen aber auch eigene Erfahrungen damit machen.

Dafür brauchen die Kinder eine sichere Umgebung.

 

Jedes Kind ist anders.

Und auch die Entwicklung von jedem Kind ist anders.

Deshalb sind Regeln nicht gut,

die nur auf das Alter von einem Kind schauen.

Aber es gibt Tipps für Sie als Eltern.

Diese Tipps zeigen Ihnen:

So kann Ihr Kind digitale Medien gut nutzen.

 

Wir möchten Ihnen Mut machen:

Probieren Sie die digitalen Medien positiv und kreativ aus.

  • Nutzen Sie die Medien zusammen mit Ihrem Kind.
  • Machen Sie mit Ihrem Kind Regeln ab.
  • Passen Sie immer gut auf, wie Sie die digitalen Medien selbst nutzen.

 

Das sind unsere Tipps:

Ihr Kind soll in der Freizeit nicht nur digitale Medien nutzen.

Schauen Sie, dass Ihr Kind in der Freizeit verschiedene Dinge macht.

Zum Beispiel:

  • sich draussen bewegen
  • Sport machen
  • sich mit Freunden treffen

 

Ist Ihrem Kind langweilig?

Dann sollte es nicht sofort auf dem Smartphone spielen oder fernsehen.

Für Ihr Kind ist es besser, wenn es etwas anderes macht.
Zum Beispiel zeichnen oder basteln.
Es  ist nicht gut für Ihr Kind, wenn es immer am Bildschirm ist.

 

Vor dem Einschlafen sollte Ihr Kind keinen Bildschirm nutzen.

Das blaue Licht von Bildschirmen macht das Einschlafen schwierig.

 

 

Machen Sie mit Ihrem Kind zusammen ab:

So viel Zeit pro Tag oder pro Woche darf Ihr Kind am Bildschirm sein.

Zum Beispiel für eine Fernseh-Sendung oder ein Computerspiel.

Machen Sie mit Ihrem Kind auch ab,

wie lange es das Smartphone nutzen darf.
 

Sagen Sie Ihrem Kind auch,
was es sehen oder spielen darf.

Und prüfen Sie, dass Ihr Kind diese Regeln einhält.

 

Das Internet bietet Chancen.

Aber im Internet gibt es auch Inhalte,
die für Kinder nicht gut sind.

Sie als Eltern sollten:

  • Ihrem Kind helfen, Informationen im Internet zu finden.
  • mit Ihrem Kind über seine Erfahrungen im Internet sprechen.

 

Kinder schauen genau,

wie Eltern und Bezugs-Personen digitale Medien nutzen:

  • Wie lange sind sie am Smartphone?
  • Was schauen sie am Fernseher?
  • Was machen sie am Computer?

 

Deshalb:
Passen Sie auf, wie Sie selbst die digitalen Medien nutzen.

 

Sie als Eltern kennen Ihr Kind am besten.
Sie wissen, welche Filme und Computer-Spiele Ihr Kind verstehen kann.

Ihr Kind soll gut verstehen:

  • Darum geht es in einem Film oder Computer-Spiel.
    Zu einem Computer-Spiel sagt man auch: Game.

 

Möchten Sie einen Film auswählen?

Oder möchten Sie ein Computer-Spiel kaufen?

Dann können Sie auf die Alters-Freigabe schauen.

Die Alters-Freigabe steht auf vielen Filmen und Games.

Alters-Freigabe bedeutet:

Ein Film oder ein Computer-Spiel ist gut für Kinder ab einem bestimmten Alter.

 

Zum Beispiel:

Bei einem Film steht: FSK ab 12 Jahren freigegeben.

Das heisst: Dieser Film ist gut für Kinder ab 12 Jahren.

FSK bedeutet: Freiwillige Selbst-Kontrolle.

Bei Computer-Spielen heisst die Alters-Freigabe PEGI oder USK.

PEGI bedeutet: Pan European Game Information.

USK bedeutet: Unterhaltungs-Software Selbst-Kontrolle.

Bei einem Computer-Spiel steht also zum Beispiel:

USK ab 6 Jahren freigegeben.

 

Hat Ihr Kind keine Idee zum Spielen?
Oder ist Ihr Kind unruhig?

Dann sollten Sie digitale Medien nicht als Babysitter brauchen.
In diesen Situationen ist es besser,

wenn Ihr Kind Ihnen helfen darf.

Zum Beispiel im Haushalt oder im Garten.

 

 

Digitale Medien fordern Ihr Kind.

Wenn Ihr Kind vor dem Bildschirm sitzt,

ist nur sein Körper ruhig.

Sein Kopf muss dabei aber viel arbeiten.

Achten Sie darauf,
dass sich Ihr Kind auch entspannt.

Das heisst, Zeit ohne digitale Medien verbringt.
 

Viele Filme oder Videospiele sind nicht gut für Kinder! 

Deshalb müssen Sie Ihre Kinder schützen.

Eine Filter-Software auf den Geräten kann ein Schutz sein.

Eine Filter-Software blockiert gefährliche Programme und Webseiten.

Aber eine Filter-Software bietet keinen vollständigen Schutz.

 

Sie als Eltern sollen immer sehen,

was Ihre Kinder an den elektronischen Geräten machen.

Fernseher, Computer, Laptops, Tablets und Smartphone

gehören nicht ins Kinder-Zimmer.

 

Ist Ihr Kind nach einem Film traurig?

Oder ist Ihr Kind nach einem Computer-Spiel nervös?

Dann sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber.

Sprechen Sie mit Worten, die Ihr Kind gut versteht.

 

Das Internet kann Risiken haben.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber.

 

Probleme können zum Beispiel entstehen, wenn man:

  • persönliche Informationen und Bilder von sich selbst teilt
  • Informationen und Bilder von anderen teilt

 

Möchte Ihr Kind persönliche Informationen und Bilder teilen?

Dann soll Ihr Kind Sie vorher fragen.

 

Lernt Ihr Kind eine Person im Internet kennen?

Dann soll Ihr Kind diese Person nicht allein treffen.

Bei einem Treffen sollte immer eine erwachsene Person dabei sein,
die Ihr Kind kennt.

 

 

Möchte Ihr Kind Bilder und Filme teilen oder verschicken?

Und sind auf diesen Bildern und Filmen andere Personen?

Dann muss Ihr Kind zuerst diese Personen fragen.

Denn jede Person darf selbst sagen:

  • Ja, ich bin einverstanden
  • Nein, ich bin nicht einverstanden

 

wenn ein Bild oder Film mit ihr verschickt oder geteilt wird.

 

Sagen Sie Ihrem Kind,

dass es auch im Internet diese Regel einhalten muss:

Mit anderen Menschen soll es

  • mit Respekt schreiben,
  • mit Respekt sprechen.

 

Wenn Ihr Kind sagt,

dass jemand böse zu ihm im Internet ist:

  • Glauben Sie Ihrem Kind.
  • Können Sie auch Hilfe bei Fach-Personen holen.

 

Zum Beispiel:

  • in der Schule
  • bei einem Psychologen oder einer Psychologin
  • bei einem Verband, der viel mit diesen Themen zu tun hat.

 

 

Es ist wichtig, dass Ihr Kind weiss:

Im Internet gibt es viele falsche Informationen (Fake News).

Und im Internet gibt es viel Werbung.

 

Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber:

  • Wie es falsche Informationen erkennen kann.
  • Wie Werbung funktioniert.
  • Wie es erkennt, was Werbung ist.
    Zum Beispiel Werbung in Spielen oder Werbung in Influencer-Videos.

 

Mit digitalen Medien kann Ihr Kind viel ausprobieren.

Ihr Kind kann damit zum Beispiel:

  • spielen
  • lernen
  • neue Dinge sehen und hören
  • kreativ sein

 

mit digitalen Fotos, Musik und Videos

Helfen Sie Ihrem Kind dabei.

So können Sie zusammen Spass haben mit den digitalen Medien.

 

Im Internet gibt es auch:

  • sehr gute Spiele und Videos für Schul-Kinder
  • viele interessante Lern-Webseiten
  • viele gute Übungs-Videos (Tutorials)


Zum Beispiel Gitarre spielen lernen oder sich schminken.

 

Flyer

Flyer als PDF für Eltern von Kinder zwischen 6 und 13 Jahren