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Ein Jugendlicher ist draussen am Handy. Im Hintergrund stehen zwei weitere Jugendliche, die ihn auslachen.

Cybermobbing

Cybermobbing ist genau wie Mobbing ein komplexes Phänomen – und es kommt nicht selten vor. Die Prävention spielt eine wichtige Rolle, aber auch die Sensibilisierung verschiedener Gruppen ist von grosser Bedeutung. Daher ist Cybermobbing für die Jahre 2022 und 2023 das Schwerpunktthema bei Jugend und Medien.

Weitreichende Folgen

Cybermobbing ist Mobbing im virtuellen Raum, wirkt sich für die Betroffenen jedoch weit über die Grenzen des Digitalen aus.

Durch die Nutzung von Online-Medien erhalten soziale Kontakte eine neue, zusätzliche Dimension. Das erleben Erwachsene, aber auch Kinder und Jugendliche in ihrem Medienalltag – im positiven wie im negativen Sinn. Die Tatsache, dass das Smartphone selten mehr als eine Armlänge entfernt liegt, die Gespräche Tag und Nacht weitergeführt werden können, ohne dass man sich persönlich trifft, ist gerade für junge Menschen Normalität. Die digitale Welt existiert für sie nicht neben der analogen, sondern ist mit ihr verschränkt.

Wenn die Kommunikation jedoch nicht mehr positiv verläuft, wenn es zu wiederholten Angriffen kommt, zu Beleidigungen und Belästigungen, hat diese Verschränkung weitreichende negative Folgen. Digital verbreiteten sich Blossstellungen und verletzende Kommentare besonders rasant und begleiten die Opfer in all ihren Lebenskontexten. Dass Täter*innen anonym bleiben können und Inhalte sich online schwer löschen lassen, verstärkt die Belastung für die Betroffenen zusätzlich.

Eine Kampagne gegen Mobbing und Cybermobbing

2020 reichte die Nationalrätin Yvonne Feri eine → Motion ein, die fordert, dass der Bund eine Social Media-Kampagne gegen Mobbing und Cybermobbing umsetzt, welche sich an junge Menschen richtet. Die Kampagne soll für die negativen Folgen für die Opfer sensibilisieren aber auch auf mögliche strafrechtliche Konsequenzen hinweisen. Der Nationalrat nahm die Motion im Oktober 2020 an, der Ständerat folgte im September 2021. Die Umsetzung der Motion liegt nun beim Team von Jugend und Medien, die Kampagne ist für 2023 geplant.

Weitere Informationen zu Cybermobbing finden sich auf unserer → Themenseite