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Aktuell

Jugend, Sexualität und Internet: Unterstützung von drei Projekten für gefährdete Zielgruppen

Die nationale Plattform Jugend und Medien unterstützt im Rahmen des Schwerpunktthemas 2018/2019 «Sexualität und Internet» drei Projekte. Hauptkriterium bei der Auswahl der Projekte war die Fokussierung auf sensible Zielgruppen wie Eltern mit geringer Ausbildung oder Migrationshintergrund sowie gefährdete Gruppen wie Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen.

22.01.2019

Die ausgewählten Projekte bieten eine Vielfalt an unterschiedlichen Methoden. Zudem decken sie alle Zielgruppen ab, die von den Teilnehmenden eines runden Tisches, den die nationale Plattform im Mai 2018 organisiert hat, als prioritär eingestuft wurden.

Nachfolgend finden Sie eine Kurzübersicht über die Projekte, die im Laufe des Jahres 2019 umgesetzt werden:

  1. Ausbildung von Schlüsselpersonen der Migrationsbevölkerung als Multiplikatoren zur Prävention sexualitätsbezogener Internetrisiken: Das Projekt von Pro Juventute zielt darauf ab, Schlüsselpersonen der Migrationsbevölkerung (die bereits Erfahrung im Bildungs-, Gesundheits- oder Sozialbereich haben) auszubilden, damit sie als Multiplikatoren eingesetzt werden können. Durch erleichterten Kontakt und Zugang können sie dann das Bewusstsein bei Eltern mit gleicher ethnischen oder nationalen Herkunft schärfen. Für das Projekt arbeitet Pro Juventute mit Berner Gesundheit und Femmes-Tische Schweiz zusammen.

  2. Die Rolle der Eltern bei der Aufklärung ihrer Kinder über «Sexualität und Medien»: Das Projekt von Sexuelle Gesundheit Schweiz hat zum Ziel, die alltägliche Situationen der Mediennutzung durch Kinder in Faktenblättern zu thematisieren. Die Faktenblätter sollen eine positive Annäherung an das Thema Sexualität und Internet zeigen und sind auf verschiedene Altersgruppen zugeschnitten: 0–5, 6–10, 11–15 und 16–18 Jahre. Sie sind in leichter Sprache verfasst und richten sich an alle Eltern, auch an solche mit Migrationshintergrund oder mit besonderen Bedürfnissen.

  3. Kartenset «Gesprächsanstösse»: In Zusammenarbeit mit Curaviva Schweiz möchte zischtig.ch 30 bis 40 Kartensets mit Illustrationen zu Situationen in Bezug auf Jugendliche, Medien und Sexualität vorschlagen. Die Karten werden je nach Thema und Zielgruppe codiert. Dazu erscheint ein Manual mit Hinweisen zu Recht und Didaktik. Das Set kann von Fachleuten, die mit Kinder und Jugendlichen arbeiten, verwendet werden. Die Illustrationen richten sich insbesondere an Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder mit Migrationshintergrund.

→ Weitere Informationen: Sexualität & Internet (2018-2019)