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Grosses Netz von Akteuren in der Schweiz

Der Schutz Minderjähriger vor Gefährdungen ist eine wichtige staatliche Aufgabe und als Grundsatz in der Bundesverfassung (Artikel 11, 41 und 67 der Bundesverfassung) verankert. Die Zuständigkeit für den erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutz liegt aufgrund der föderalen Aufgabenteilung in erster Linie bei den Kantonen. Der Bund unterstützt sie in ihren Aufgaben. Branche, NGO’s, Private und Stiftungen übernehmen zusätzliche Aufgaben. Damit gibt es ein grosses Netz von Akteuren in der Schweiz, die im Bereich der Förderung von Medienkompetenzen aktiv sind.

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Rollenteilung unter den Akteuren

 

Kantone

Rechtliche, strategische und konzeptionelle Grundlagen für Massnahmen des erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutzes finden sich auf kantonaler Ebene in verschiedenen Politikbereichen – Bildung, Gesundheit, Soziales und Sicherheit – je nachdem mit welchem Blickwinkel Teilaspekte des erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutzes bearbeitet werden: z.B. die Förderung von Medienkompetenzen in der Schule und Berufsbildung, die Sensibilisierung über Risiken im Rahmen der Gesundheitsförderung und Kriminalprävention, medienpädagogische Konzepte im Rahmen der ausserschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (→ Kantonale Strategien).

 

Branche, NGO’s, Private und Stiftungen

Branchenverbände, Einzelunternehmen, private Stiftungen und Organisationen übernehmen auf freiwilliger Basis präventive und im Falle der Wirtschaft selbstregulierende Aufgaben. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag und ergänzen die staatlichen Massnahmen.

 

Bund

Der Bund leistet im Rahmen seiner Zuständigkeiten in den verschiedenen Politikbereichen (Kinder- und Jugendpolitik, Bildung, Kommunikation, Gesundheit, Polizei, Justiz) Beiträge zum Kinder- und Jugendmedienschutz und unterstützt die Kantone und weitere Akteure bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Auf Bundesebene beschäftigen sich verschiedene Ämter mit einzelnen Themen des erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutzes. So setzen sie gemäss ihrer Zuständigkeit Sensibilisierungsmassnahmen, z.B. im Bereich Datenschutz und Internetkriminalität, oder Früherkennungs- und Interventionsmassnahmen, etwa im Bereich problematische bzw. exzessive Internetnutzung, um.

 

Jugend und Medien: Koordination und Vernetzung

Seit 2011 übernimmt das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV – damals mit dem nationalen Programm Jugend und Medien und seit 2016 mit der nationalen Plattform Jugend und Medien – eine Unterstützungs- und informelle Koordinationsfunktion im Bereich des Kinder- und Jugendmedienschutzes. Damit besteht auf nationaler Ebene ein Rahmen, um die vielfältigen Aktivitäten des erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutzes zu bündeln und deren Weiterentwicklung zu fördern sowie mit der Wirtschaft, privaten Organisationen, Hochschulen und den zuständigen kantonalen und lokalen Stellen zusammenzuarbeiten. Eine Datenbank gibt eine Übersicht über die Angebote der verschiedenen in der Schweiz tätigen Akteure im Bereich des erzieherischen Jugendmedienschutzes bzw. der Förderung von Medienkompetenzen. 

Die nationale Plattform Jugend und Medien bietet zudem verschiedene Vernetzungsplattformen an:

  • Kerngruppe Jugend und Medien: Sie begleitet die Arbeiten des BSV im Bereich des regulierenden und erzieherischen  Kinder- und Jugendmedienschutzes auf strategischer Ebene. Sie setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden zusammen.
  • Netzwerk Medienkompetenz Schweiz: eine offene Gruppe, die sich an Fachleute aus dem Bereich der Förderung der Medienkompetenzen richtet. Daran beteiligt sind Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, der Kantone, der Medienbranche, der Forschung, von Fachverbänden und NGO’s. Die Treffen finden alle 2 Jahre statt. 
  • Nationales Fachforum Jugendmedienschutz: Die nationale Fachkonferenz richtet sich an Fachpersonen im Jugendmedienschutz sowie an politische Akteure. Sie fand in der Vergangenheit alle 2 Jahre, inzwischen alle 3 Jahre statt. 
  • Themenspezifische Arbeitsgruppen: Zur Festlegung der Massnahmen im Rahmen seiner 2-jährlichen Schwerpunktthemen arbeitet die Plattform Jugend und Medien mit Fachpersonen und wichtigen Multiplikatoren in den jeweiligen Themenbereichen zusammen

 
 

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