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JAMES-Studie 2018: ein Drittel der Jugendlichen in der Schweiz sind von Cybergrooming betroffen

09.11.2018

 

Die Sensibilisierung bei der Nutzung sozialer Medien in der Schweiz zeigt Wirkung: Die Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren sind zurückhaltend und schützen ihre Profile mittels Privatsphären-Einstellungen. Das geht aus der am 9. November 2018 veröffentlichten JAMES-Studie 2018 hervor.  

Die Studie zeigt aber auch, dass Cybergrooming in den letzten vier Jahren deutlich zugenommen hat. 43 Prozent der Jugendlichen zwischen 18 und 19 Jahren geben an, im Internet bereits einmal von einer fremden Person mit unerwünschten sexuellen Absichten angesprochen worden zu sein. Auch jüngere Kinder sind betroffen (12- bis 15-Jährigen) und, am Ende, über ein Drittel der Jugendlichen in der Schweiz sahen sich schon mit Cybergrooming konfrontiert. Die Daten zum Cybermobbing sind hingegen seit 2010 stabil: Etwas weniger als ein Viertel der befragten Jugendlichen hat Erfahrungen gemacht, die als Cybermobbing einzuordnen sind. Auch von diesem Phänomen sind bereits 12-Jährige betroffen. Gemäss Fachpersonen ist es daher bei beiden Themen wichtig, dass die Präventionsarbeit schon in der Primarschule einsetzt.  

Der JAMES-Studie 2018 zufolge werden Musik- und Video-Streamingdienste bei Jugendlichen immer beliebter. Ein Drittel der Jugendlichen (und über die Hälfte der Familien) hat ein eigenes Abonnement bei Netflix, Spotify oder einem ähnlichen Dienst. Diese Onlinedienste beeinflussen die Vorlieben der Jugendlichen in Bezug auf Serien, Filme und Musik. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich noch nicht sagen, wie sich dieses Unterhaltungs-Schlaraffenland auf das Verhalten der Jugendlichen auswirken wird.    

Die JAMES-Studie der Zürcher Universität für angewandte Wissenschaften (ZHAW) liefert alle zwei Jahre Informationen über die Mediennutzung der Jugendlichen in der Schweiz. Bei der repräsentativen Umfrage wird eine Stichprobe von rund 1000 Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren interviewt. Die JAMES-Studie 2018 ist der fünfte Bericht seit Beginn der Befragung im Jahr 2010. 

→ Bericht JAMES-Studie 2018