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Games – Spielen macht Spass!

«Nur noch 10 Minuten!» – Wie oft hören Eltern diesen Satz, wenn es um Videospiele geht. Immer und raffiniertere Games kommen auf den Markt und üben eine ungemeine Faszination auf Kinder und Jugendliche aus. Kein Wunder, dass man sich als Eltern fragt: Muss ich mir Sorgen machen, wenn mein Kind den ganzen Tag spielen will? Was mache ich, wenn ich mit der ganzen Game-Welt nichts anfangen kann? Wie finde ich Spiele, die pädagogisch wertvoll sind und Spass machen?

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61%
der Kinder in der Schweiz gamen täglich oder sicher mehrmals die Woche. (MIKE-Studie 2017)
58%
der 12- bis 19-jährigen Jungen spielen gern Online-Games mit anderen Playern. (JAMES 2016)
120
Minuten spielen Jugendliche an Wochenenden pro Tag Videogames. Unter der Woche sind es 60 Minuten. (JAMES 2016)
 
 
 

Gut zu wissen

 
 

Videogames – vor allem bei Jungen in

Video- und Online-Games ziehen vor allem Jungen in den Bann. Sie gamen in ihrer Freizeit signifikant häufiger als Mädchen. Zwei Drittel der Jungs zwischen 12 und 19 Jahren bezeichnen sich als regelmässige Gamer (JAMES 2016). Bei den Mädchen spielen nur 12 Prozent regelmässig und 42 Prozent sind gelegentliche Gamerinnen. Der Spieletrend hängt auch mit der technischen Verfügbarkeit zusammen: Da praktisch alle Jugendlichen zuhause einen Computer mit Internetzugang haben, bei vielen eine feste oder tragbare Spielkonsole zu finden ist und fast jede und jeder inzwischen ein Smartphone besitzt, haben die meisten direkten Zugriff auf spielerische Inhalte. Mit zunehmendem Alter nimmt das Interesse aber ab: Gamen bei den 10-/13-Jährigen (Mädchen und Jungen) noch rund zwei Drittel häufig, sind es bei den 18-/19-Jährigen nur noch 38 Prozent - also gleich viele wie bei den 6- bis 9-Jährigen.

 

Shooter, Casual, Jump’n’Run – ABC der Spielgenres

Es gibt zahlreiche Arten von Games. Je nach Genre, Zweck und Inhalt sind die Altersempfehlungen unterschiedlich.
→ Passende Spiele und Geräte auswählen

Ein kurzer Überblick:

  • Action: Überbegriff für Spiele, in denen es um Geschwindigkeit und Reaktion geht. Auch «Shooter-Games» gehören hierzu.
  • Adventure: Um weiterzukommen, müssen Rätsel gelöst, Informationen gesammelt oder Gegenstände gefunden werden.
  • Beat'em ups: Kampfspiele, in denen die eigene Figur mit Fäusten, Waffen und oft besonderen Fähigkeiten Gegner besiegen muss.
  • Casual Games: Kurze Spiele für unterwegs und zwischendurch, die oft auf Smartphones und Tablets gespielt werden.
  • Denk- und Lernspiele (Edutainment), Gehirnsport: Im Vordergrund stehen das Lösen von Aufgaben und der Lernerfolg. Lernspiele gibt es für verschiedene Altersstufen →  Weitere nützliche Infos
  • Fun-/Gesellschaftsspiele: Können gemeinsam gespielt werden, mit Freunden oder in der Familie. Dazu gehören Online-Varianten klassischer Gesellschaftsspiele sowie Musik-, Tanz- oder Quizspiele.
  • Jump & Run: Um das nächste Level zu erreichen, muss die Spielfigur rennen, über Hindernisse springen und Gegner besiegen. Gefragt sind Schnelligkeit, Geschick und Konzentration.
  • Rennspiele: Verfolgungsjagden, Autorennen etc. - der Schnellste gewinnt.
  • Rollenspiele: Meist in Fantasy-Welten wählt man einen Charakter, der jeweils über besondere Fähigkeiten verfügt und sich im Laufe des Spiels weiterentwickelt. Oft spielt man online gegen andere.
  • Shooter (Ego- bzw. First- oder Third-Person-Shooter, Baller- und Killerspiele): Allein oder in Teams werden Gegner unter Einsatz von Schusswaffen bekämpft. Die Umgebung sieht man oft aus der direkten Perspektive seiner Spielfigur.
  • Simulations- und Managementspiele: Es geht um die Leitung eines Unternehmens, einer Sportmannschaft oder einer ganzen Stadt. Eingesetzt werden strategische Überlegungen, Taktik und organisatorisches Geschick.
  • Social Games: Kleine, in soziale Netzwerke wie Facebook eingebettete Spiele. Im Vordergrund steht die Interaktion mit anderen, man wird über Erfolge und Fortschritt von Freunden und Bekannten informiert. Die Spiele sind meist einfach, unterliegen aber keiner Alterseinstufung.
  • Sportspiele: Es gibt fast keine Sportart, die nicht als Videogame gespielt werden kann. Man misst sich mit dem Computer oder mit «echten» Kontrahenten.
  • Strategiespiele: Entscheidend sind hier taktische Überlegungen und vorausschauendes Kalkül. Der Spieler lenkt ganze Nationen, führt Schlachten, besiedelt neue Gebiete oder erkundet das Universum.
 

Welche Games sind im Trend?

Das Lieblingsgame der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz ist das Fussballspiel «FIFA». Bei den Kindern stehen zudem Minecraft und Super Mario hoch im Kurs, bei den Jugendlichen das Shooter-Game «Call of Duty», obschon es erst ab 18 Jahren freigegeben ist. Umso wichtiger ist es, bei der Auswahl der Spiele die Altershinweise zu beachten →  Tipps für Eltern

Dank der digitalen Möglichkeiten besteht in der Game-Community ein reger Austausch. Ein Phänomen sind sogenannte Let's Play-Videos. Einzelne Gamer, die darin Spiele vorführen, kommentieren und Tipps zum Meistern besonders kniffliger Stellen liefern, erreichen dadurch nicht selten YouTube-Kultstatus. Auch eSport-Events, an denen sich Gamerinnen und Gamer entweder einzeln oder als Teams wettkampfmässig in verschiedenen Videospielen messen, boomen. Preisgelder und Zuschauerzahlen steigen von Jahr zu Jahr. Allein das WM-Finale von «League of Legends» 2017 in Peking verfolgten 80'000 Zuschauer vor Ort mit, über 40 Millionen sassen vor den Bildschirmen.

 

Wieso sind Games so faszinierend und beliebt?

Videospiele ermöglichen es, in fantastische Welten einzutauchen und verschiedene Identitäten anzunehmen, dem Alltag zu entfliehen und Dinge zu tun, die im realen Leben nicht möglich (oder gar verboten) sind. Aber nicht nur der Unterhaltungsfaktor ist gross: Im Spiel kann jeder und jede Held sein und Meisterin werden. Damit werden normale menschliche Bedürfnisse nach Erfolg und Anerkennung befriedigt.

Zudem spielen Macht und Kontrolle eine wichtige Rolle: Wer spielt, ist am Drücker. Ziel ist es, das Spiel in den Griff zu bekommen. Jeder Tastendruck hat eine Wirkung - ob die gewünschte, darin liegt die Herausforderung. Nicht zuletzt schaffen Games ein Gefühl der Zugehörigkeit und sorgen für gemeinschaftliche Erlebnisse.

 
 

Wirklich wahr? Vorurteile und was davon zu halten ist

Die Meinungen in Bezug auf Nutzen und negative Auswirkungen von Videospielen gehen auseinander. Wichtig ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Medium, eine aufmerksame Begleitung der Heranwachsenden durch die Eltern, die Vermittlung von Werten, gerade in Bezug auf das Thema Gewalt, und allgemein abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten.
→ Tipps für den Alltag

 
 

Spielen macht aggressiv

Gewalt in Unterhaltungsmedien kann schädigende Auswirkungen auf das Wohlbefinden und Verhalten von Kindern und Jugendlichen haben. Verschiedene Studien kommen zum Schluss, dass Gewaltspiele das Aggressionspotenzial steigern und die Fähigkeit zur Empathie mindern können (z.B. Greitemeyer & Mügge, 2014; Appel & Schreiner, 2014). Ob und wie stark hängt letztlich aber auch von persönlichen und sozialen Faktoren ab. Zu den personalen Risikofaktoren gehören zum Beispiel der frühe Beginn des Konsums von Mediengewalt, ein bereits vorhandenes Aggressionspotenzial, Introvertiertheit sowie männliches Geschlecht. Eltern können andererseits ein sozialer Risikofaktor sein, wenn sie den Medienkonsum ihrer Kinder nicht begleiten, über mangelhafte Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien verfügen oder selbst exzessiv Medien konsumieren. Auch Konflikte und Gewalt in der Familie sind Risikofaktoren.

 

Spielen ist Zeitverschwendung, macht dumm und einsam

Computerspiele pauschal zu verteufeln, greift zu kurz. Mit geeigneten Spielen können verschiedene Fertigkeiten wie die Koordination von Augen und Hand oder das logische Denken gefördert → Chancen und spezifisches Wissen geschult werden → Tipps für Eltern. Sogenannte Serious Games (also «ernsthafte Spiele») werden nicht nur eingesetzt, um Sehschwächen bei Kindern zu korrigieren, Verbrennungsopfer oder Schmerzpatienten zu behandeln oder damit sich Piloten, Chirurgen und Katastrophenschützer für den Ernstfall vorbereiten können. Inzwischen gibt es auch Serious Games zur Prävention von Online-Risiken und zur Förderung von Medienkompetenzen, so etwa das Spiel DATAK zum Thema Datenschutz.

Der Kooperationsmodus (Co-Op) ermöglicht zudem, nicht gegen-, sondern miteinander zu spielen. Um die Aufgaben zu lösen und weiterzukommen, muss man zusammenarbeiten, sich absprechen und Teamgeist zeigen.

 

Spielen schadet der Gesundheit

Der schädliche Einfluss von Videogames wird in den Medien immer wieder diskutiert. Studien zeigen etwa, dass Computerspiele die Schlafqualität beeinträchtigen können, nicht nur, weil sich durch das Spielen die Zu-Bett-Geh-Zeit nach hinten verschiebt, sondern auch wegen der damit verbundenen Erregung und wegen des blauen Bildschirmlichts (z.B. Creighton et al, 2014; King et al, 2012; Dewalt et al, 2010). Von «Gaming Sickness» spricht man, wenn durch das Spielen Symptome wie Schwindel, Unruhe, Übelkeit, Kopfschmerz oder Herzrasen auftreten. Zudem können 3D-Spiele bei kleinen Kindern für die Entwicklung der räumlichen Wahrnehmung schädlich sein. Solche Spiele sollten deshalb erst ab 6 Jahren und mit Zurückhaltung gespielt werden, da ihre visuelle Verarbeitung anstrengender ist als bei herkömmlichen 2D-Darstellungen. Als Richtlinie empfiehlt sich, nach 30 Minuten Spielen eine Pause von rund 15 Minuten einzulegen. Auch Virtual Reality-Games sind für jüngere Kinder ungeeignet. Experten und Hersteller empfehlen ein Mindestalter von 12-13 Jahren. Informationen zur Virtual Reality-Technologie finden Sie in unserer speziell dafür erstellten Rubrik. Allgemein sollte die Spieldauer begrenzt werden. → Tipps für Eltern

 

Videogames sind nur etwas für Kinder

Computer- und Videospiele sind längst nicht nur bei Kindern und Jugendlichen beliebt. In Deutschland ist der durchschnittliche Gamer 35,5 Jahre alt. Besonders zugenommen hat in den letzten Jahren zudem der Anteil der über 50-Jährigen, die gerne spielen. Die Faszination ist also generationenübergreifend. Für das erwachsene Publikum produziert die Spielindustrie jedoch Inhalte, die für Minderjährige nicht geeignet sind.

 
 
 

Chancen & Risiken

 

Chancen

  • Training verschiedener Fertigkeiten: Computerspiele fördern das Denkvermögen, die räumliche Orientierung, feinmotorische Fähigkeiten, Teamarbeit oder die Kreativität.
  • Spielerischer Zugang zu digitaler Medienwelt: Kinder werden heute immer früher mit digitalen Medien konfrontiert. Pädagogisch wertvolle Computerspiele erleichtern den Zugang und helfen, die Medienkompetenz zu fördern.
  • Spass und Zugehörigkeitsgefühl: Videogames sind Teil der Jugendkultur. Ob allein, zu zweit oder in Gruppen - Spielen vertreibt Langeweile, sorgt für Gesprächsstoff und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.
  • Entwicklung von Problemlösestrategien: Spiele beinhalten oft komplexe Aufgaben. Gefragt sind kreative Lösungen und strategisches Denken.
  • Erfahrung reale vs. virtuelle Welt: Kinder lernen in Spielen, wie man sich zwischen Erfahrungs- und Erlebniswelt, zwischen virtuellem und realem Raum hin- und herbewegt. Besonderen Spass macht dabei das Experimentieren mit verschiedenen Identitäten. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.
  • Interkulturelle Erfahrungen: Durch die Vernetzung der digitalen Welt wird man Teil einer globalen Community, spielt mit Menschen aus anderen Ländern und in verschiedenen Sprachen.
  • Erfolgs- und Flow-Erlebnis: Ob Anfänger oder Expertin - Spiele ermöglichen Erfolgserlebnisse. Und noch mehr: Wer schon einmal einen richtigen «Run» hatte, das Spiel immer besser beherrschte und von Level zu Level weiterkam, der weiss, wie sich ein «Flow» anfühlt.
 

Risiken

  • Exzessive Nutzung: Wer über einen gewissen Zeitraum sehr viel spielt, muss deswegen nicht abhängig sein. Untersuchungen zeigen aber, dass sich eine Onlinesucht oft in Form einer Gamesucht äussert. In Online-Rollenspielen besteht schnell eine hohe Identifikation mit dem eigenen «Avatar» (persönliche Spielfigur), die man immer weiter entwickeln und verbessern will. Da viele Herausforderungen in der Gruppe angegangen werden müssen, steigt der Druck, immer dabei zu sein. Dies kann bei Jugendlichen, insbesondere bei jenen, die bereits andere Probleme haben zu einer problematischen Nutzung mit schädlichen Folgen führen.
    → Onlinesucht
  • Ungeeignete Inhalte: Kinder und Jugendliche können leicht in Kontakt mit gewalttätigen, sexualisierten, diskriminierenden oder anderen Spielinhalten kommen, die für ihr Alter unpassend sind. Gerade bei Online-Games ist es einfach, die Altersgrenze zu umgehen oder via Links zu nicht jugendfreien Inhalten zu gelangen
    Tipps für den Alltag
  • Kostenfallen: Praktisch alle Videospiele verfügen über eine Online-Spielvariante, die z. T. auf einem Abonnementssystem basieren, das wiederkehrende Kosten mit sich bringt. Andere setzen auf Mikrotransaktionen, d. h. für kleine Geldbeträge können virtuelle Güter wie Kleidungsstücke, Waffen, verbesserte Fähigkeiten für die Spielfigur erworben werden. Auch bei In-App-Käufen ist Vorsicht geboten.
    Smartphones & Tablets, Tipps für Eltern
  • Online-Mitspieler: Mitspieler können sich in unangebrachter Weise verhalten, z. B. andere beleidigen, tyrannisieren, manipulieren, betrügen oder aggressiv sein. Zudem ist nicht immer klar, wer sich hinter einem Profil verbirgt. Gerade Kinder können durch die Beziehungen, die im Spiel aufgebaut werden, dazu veranlasst werden, persönliche Informationen mitzuteilen oder fremde Personen im realen Leben zu treffen.
    → Sicherheit & Datenschutz
  • Alltagsflucht: Die faszinierenden Welten von Videogames und die Möglichkeit, verschiedene Rollen einzunehmen, können Kinder und Jugendliche dazu verleiten, vor realen Problemen in den virtuellen Raum zu fliehen.
    → Onlinesucht
 

Wichtig

Beachten Sie Altersfreigaben für Computerspiele und Onlinegames.

 
 

Tipps für Eltern

 
 

Verstehen, teilhaben, unterstützen

Unterstützen Sie Ihr Kind bei einem verantwortungsvollen Umgang mit Videospielen, indem Sie selbst die Welt der Spiele entdecken und ausprobieren. Zeigen Sie Interesse und lassen Sie sich erklären: Welche Spiele faszinieren Ihr Kind besonders und weshalb? Worum geht es und mit wem spielt es, auch online? Spielen Sie gemeinsam, um den Reiz vielleicht besser nachvollziehen zu können.

 

Passende Spiele auswählen

  • Die europaweit einheitlichen PEGI-Symbole auf den Spielepackungen geben verlässliche Hinweise, für welche Altersgruppe ein Spiel im Sinne des Jugendschutzes geeignet ist. Mit Piktogrammen wird zudem angezeigt, ob in dem Spiel Gewalt, Sex, Drogen, Angst, Diskriminierung, Vulgärsprache, Glück- oder Onlinespiel vorkommen. → Weitere nützliche Infos
  • Um in dem vielfältigen Angebot geeignete Spiele zu finden, können Sie Bewertungshilfen und Empfehlungen zu Rate ziehen. → Weitere nützliche Infos
  • Seien Sie sich zudem bewusst, dass es bei Onlinespielen (die auf jedem Gerät mit Internetzugang gespielt werden können) vielfach keine Alterskennzeichnungen gibt. Sprechen Sie mit Ihrem Kind deshalb auch über die Games, die es online spielt, und erklären Sie, wenn Sie ein Spiel für ungeeignet halten.
  • Und nicht zuletzt: Stellen Sie den Computer oder die Spielkonsole nicht im Kinderzimmer auf.
 

Zeiten und Regeln festlegen

  • Gerade weil Computerspiele ein gewisses Suchtpotenzial aufweisen, ist es wichtig, schon früh einen Rahmen festzulegen. Experten empfehlen als durchschnittliche Richtzeiten pro Tag für die gesamte Mediennutzung (also inkl. Fernsehen):
    • 3 bis 7 Jahre: 30 Minuten
    • 8-9 Jahre: 45 Minuten
    • 10-11 Jahre: 60 Minuten
    • 12-13 Jahre: 75 Minuten
  • Zudem sollten Kleinkinder, auch wenn gerade Spiele-Apps für sie verlockend sind, mediale Inhalte nicht zu früh nutzen, d.h. erst ab ca. 3 Jahren.
  • Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind konkrete Regeln fest, z.B. keine exzessive Gewalt, keine Spiele-Apps mit In-App-Käufen oder Rücksprache bei Onlinespielen. Die Regeln können auch in einem Vertrag festgehalten werden. → Weitere nützliche Infos
 

Spielverhalten beobachten und allenfalls einschreiten

  • Das Spielerleben ist etwas sehr Individuelles und auch von der Tagesverfassung abhängig. Beobachten Sie, welche Spiele Ihr Kind wählt, wie es beim Spielen reagiert und wie es sich sonst verhält. Sprechen Sie mit ihm, wenn Ihnen etwas auffällt oder holen Sie Hilfe. Verändertes (Spiel-)Verhalten kann ein Hinweis auf Probleme wie schulische Schwierigkeiten, Unsicherheiten, soziale Isolation oder emotionale Abkoppelung sein.
    → Beratung und Angebote
  • Behalten Sie Ihr Kind auch bei Online-Games im Auge und ermutigen Sie es, mit Ihnen über negative Erfahrungen zu sprechen, seien es unangenehme Inhalte oder irritierende Verhaltensweisen anderer Mitspieler. Online-Games können von Pädosexuellen zwecks Kontaktaufnahme mit Minderjährigen oder von Extremisten zur Radikalisierung oder Rekrutierung von Jugendlichen missbraucht werden. Fordern Sie Ihr Kind bei unangebrachtem Verhalten auf, sofort die Kommunikation abzubrechen und melden Sie es direkt dem jeweiligen Spielanbieter - viele Spielwebseiten und Konsolen bieten entsprechende Feedback-Möglichkeiten an - je nach Fall auch der Polizei oder einer Opferberatungsstelle.
 

Games nicht als Erziehungsinstrument einsetzen

Benutzen Sie digitale Spiele nicht als Babysitter und auch nicht zur Belohnung oder Bestrafung. Das erhöht die Bedeutung der Spiele für Ihr Kind.

 

Sicherheit gewährleisten

  • Nutzen Sie die technischen Sicherheitseinstellungen bei Computern, Konsolen, Smartphones und Tablets sowie spezielle Filterprogramme.
    → Sicherheit & Datenschutz
  • Achten Sie auf mögliche Kostenfallen und vermeiden Sie beispielsweise In-App-Käufe. Auch dafür gibt es entsprechende Einstellungen.
    → Smartphones & Tablets
  • Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, dass es bei Onlinespielen weder persönliche Informationen anderen Spielern preisgibt noch Spieler ohne Begleitung eines Erwachsenen treffen soll.
    → Sicherheit & Datenschutz
 

Für Abwechslung sorgen

Ein Kind sollte nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen. Zeigen Sie ihm andere Möglichkeiten auf, wie es sich alleine oder in der Familie beschäftigen kann, beispielsweise mit Lesen, Gesellschaftsspielen oder Aktivitäten im Freien. Kinder sind gerne mit der Familie zusammen und schätzen die gemeinsame Zeit. Und: Seien Sie auch selber Vorbild.

 
 
 

Weitere nützliche Infos

 
 
 

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