Lehrreich und lustig - Videos von Jugend und Medien

 
 
 

Interview

In ihrem Medienratgeber präsentiert Eveline Hipeli zahlreiche Tipps – von Eltern und Experten die selber Eltern sind. Wir haben einige Tipps ausgewählt und die Autorin dazu befragt: «Von Eltern für Eltern».

 
 
 

Medienerziehung heisst: Kinder begleiten

Das Internet gleicht einer grossen Stadt. Es gibt: Sichere Gegenden, nette Leute, Kinderspielplätze, verkehrsberuhigte Zonen, Orte zum Konsumieren. Es gibt aber auch: Dunkle Ecken, merkwürdige Gestalten, gefährliche Strassen, Rotlichtbezirke, Kriminalität. Würden Sie Ihr Kind da alleine lassen? Wie in der physischen Welt brauchen Kinder auch in der digitalen Welt die Begleitung von Erwachsenen.

 

Medien gemeinsam nutzen

Als Eltern haben Sie es in der Hand, Kinder in den ersten zehn Lebensjahren an einen sicheren und altersgerechten Medienkonsum heranzuführen sowie Zeit und Art der Nutzung zu bestimmen. Entdecken Sie die Möglichkeiten und Chancen von digitalen Medien gemeinsam mit Ihrem Kind: Spielen und lernen Sie zusammen und lassen Sie sich Unvertrautes erklären. Vermitteln Sie dabei auch klare Regeln und setzen Sie Grenzen. So werden Sie von Ihrem Kind als interessierte und kompetente Ansprechpersonen wahrgenommen. Wenn eine Vertrauensbasis besteht, werden sie angenehme wie auch unangenehme Erlebnisse mit Ihnen teilen. Und wenn sie dann mit zunehmendem Alter ihren Medienalltag lieber gemeinsam mit Gleichaltrigen verbringen, bleiben Sie als Eltern wichtige Gesprächspartner.

 

 
 
 

Die Rolle der Eltern

 
 

Kinder sind neugierig und beobachten, wie sich die Menschen in ihrer Umgebung verhalten: Wie gehen sie miteinander um? Welche Geräte nutzen sie und wie? Die Jüngsten eifern den Menschen die ihnen nahe stehen fleissig nach und imitieren sie.

 

Kinder brauchen medienkompetente Vorbilder

Bezugspersonen sind für Kinder Vorbilder im Umgang mit Medien. Hinterfragen Sie deshalb Ihre eigene Mediennutzung: Wie bewusst nutzen Sie die neuen Medien? Welche Haltung leben Sie Ihren Kindern vor? Sind Sie dabei konsequent? Beginnen Sie damit, Ihre eigenen Mediengewohnheiten zu erfassen: Welche Medien nutzen Sie und wie häufig. Das Medientagebuch (Excel-Vorlage) ist dafür ein nützliches Instrument.

 
 
 
 

Mediennutzung dokumentieren und darüber sprechen

 
 

Lassen Sie auch Ihre Kinder ein Medientagebuch (Excel-Vorlage) führen. Welche Medien nutzen sie? Wie oft und wozu? Im Vergleich zu Ihnen? Diskutieren Sie das Medienverhalten – Ihres und das Ihrer Kinder. Was bedeuten Ihnen die Medien? Und Ihrem Kind? Wer stört sich woran? Warum? Welche Wünsche haben Sie? Und Ihr Kind?

 

Bedenken Sie zudem: Die Medien verändern sich rasant. Und Ihre Kinder werden von Tag zu Tag erwachsener und ändern ihre Einstellungen. Diskutieren Sie das Thema Mediennutzung deshalb regelmässig. Bleiben Sie am Ball.

 
 
 
 

8 Tipps zur Begleitung von Kindern im Medienalltag

 
 
  1. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Interessen und Gewohnheiten (chatten, spielen, surfen, Soziale Netzwerke). Sind Ihnen gewisse Themen fremd? Lassen Sie sich diese von Ihrem Kind erklären. Es wird stolz sein, Ihnen zu zeigen, was es weiss.
  2. Setzen Sie Grenzen, wo sie nötig sind. Und definieren Sie gemeinsam Regeln für die Mediennutzung. Vereinbaren Sie auch, wie Sie das Einhalten kontrollieren. Bedenken Sie: Heimlich überwachen fördert kein Vertrauen.
  3. Vermeiden Sie generelle Verbote. Denn ein striktes Handy- und Internet-Verbot würde Kindern Lernchancen und soziale Zugehörigkeit vorenthalten. Medien gehören heute zum Alltag. Kinder müssen lernen, sinnvoll mit ihnen umzugehen.
  4. Ermutigen Sie Ihr Kind, über unangenehme Internetbegegnungen, übergriffige Bemerkungen oder schockierende Inhalte zu sprechen – wie etwa Gewalt oder Pornografie. Machen Sie keine Vorwürfe, sondern suchen Sie mit Ihrem Kind nach Lösungen. Überlegen Sie auch gemeinsam, wie sich solche Erlebnisse verhindern lassen.
  5. Machen Sie sich mit den möglichen Gefahren der Mediennutzung vertraut und diskutieren Sie mit Ihrem Kind darüber, wie es sich davor schützen kann. Zum Beispiel: Keine Treffen mit Internetbekanntschaften.
  6. Beachten Sie die Altersfreigaben und Inhaltskennzeichnungen von Computerspielen und von Filmen.
  7. Nutzen Sie die technischen Schutzmöglichkeiten bei Handy und Internet – zum Beispiel: Kinderschutzfilter.
  8. Nutzen Sie Unterstützungsangebote – zum Beispiel: elternet.ch oder safersurfing.ch.

 

Weitere Tipps

 
 
 
 

Was ist eine gute Kinder-App?

 
 

Gute Kinder-Apps sind …

  • intuitiv aufgebaut und einfach bedienbar.
  • ansprechend animiert und übersichtlich.
  • anregend und wecken die Neugier der Kinder.
  • Impulsgeber und regen das Gespräch über die Inhalte zwischen Eltern und Kindern an.

 

Gute Kinder-Apps sind ohne …

  • Gewaltdarstellungen oder Inhalte, die Kinder ängstigen oder in ihrer Entwicklung beeinträchtigen.
  • Werbung, die Kinder durch Inhalt und/oder Platzierung behindern, ablenken oder verwirren.
  • Möglichkeiten zu In-App-Käufen
  • direkte Verlinkungen zu Webangeboten, Sozialen Netzwerken, App-Shops und E-Mail-Konten.

 

Diese kurze Checkliste ist aus der Broschüre «Apps sicher nutzen – Mobile Geräte in Kinderhand».

 

Apps für Kinder

Datenbank mit Kinder-Apps, die hinsichtlich ihrer Eignung für Kinder bewertet werden.

 

Ausführliche Beurteilungskriterien für Apps

Der Kriterienkatalog zur Bewertung von Kinder-Apps bietet Eltern wertvolle Orientierung. Die Apps wurden von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam mit Studierenden, Medienpädagogen und Medienpädagoginnen, Lehrpersonen und Eltern bewertet.

 
 
 
 

Welche Games sind unproblematisch?

 
 

Gute Games? Böse Games? Das erfahren Sie auf internet-abc.de

 

Beachten Sie auch die Altersfreigaben und Inhaltskennzeichnungen von Computerspielen und Filmen.

 

Oder klicken Sie sich für mehr Informationen zum Thema Games.

 
 
 
 

Nützliche Broschüren und Webseiten

 
 
 
 
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