Neue Broschüre

Broschüre Medienkompetenzen und Peer-Education/-Tutoring - Projektbeispiele und Qualitätskriterien

Für Fachleute aus der OJA und der Schule

 

>> Kostenlose Bestellung der Broschüre

 
 
 
 
 
 

Projekte Peer-Education und Peer Tutoring

Kinder und Jugendliche erlernen Medienkompetenz meist auf indirekte Weise, zum Beispiel in der Familie, über Freunde oder in der Freizeit. Mit zunehmendem Alter der Jugendlichen findet der Austausch immer mehr innerhalb der Gruppe der Gleichaltrigen, der sogenannten Peer Group, statt. Deshalb hat das Programm Jugend und Medien 2011-2015 die Erprobung des Potenzials der Peer-Group als eigenständige Sozialisationsinstanz im Hinblick auf die Aneignung von Medienkompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu einem Schwerpunkt gemacht. Mit der Evaluationen liegt jetzt fundiertes Wissen zu Anwendbarkeit, Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten von Peer-Education und Peer-Tutoring vor.

 
 
 

Was ist Peer-Education / Peer-Tutoring?

 
 

Peer-Education bezeichnet die Weitergabe von Wissen von Jugendlichen an Jugendliche in Sinne eines informellen Informations- und Erfahrungsaustauschs unter Gleichaltrigen. Der Vorteil ist, dass durch Jugendliche vermittelte Botschaften eine höhere Glaubwürdigkeit haben. Die Mitglieder einer Peer-Group wirken informell als Rollenvorbild und Wissensvermittler (Peer-Educators). Im schulischen Bereich stehen die erwünschten informellen Lernprozesse im Widerspruch zum formalen Bildungskontext. Deshalb kommt im Setting Schule oft der Peer-Tutoring-Ansatz zur Anwendung. Dabei schulen Jugendliche gezielt (jüngere) Jugendliche im Rahmen von Unterrichtseinheiten.

Mehr zu den Methoden Peer-Education / Peer-Tutoring erfahren Sie im Artikel « Peer Education und Medienkompetenzenförderung ».

 
 
 
 

7 Peer-Education/Tutoring-Projekte

 
 

 

Das Programm Jugend und Medien unterstützte mit der Jacobs Foundation als Programmpartnerin bis Ende 2014 insgesamt 7 Projekte in der Romandie, im Tessin und in der Deutschschweiz. Die Projekte setzen alle auf Peer-Education im Schulbereich oder der ausserschulischen Jugendarbeit. Die entwickelten Konzepte und Herangehensweisen sind vielfältig. Fallgeschichten als Videos und Tonspuren, welche über Diskussionsplattformen verbreitet und in Blogs diskutiert werden, ein Webradio, durch Jugendliche entwickelte Theaterstücke oder Diskussionsrunden zu Computergames werden eingesetzt, um Peer-Education-Prozesse innerhalb der Gleichaltrigen-Gruppe anzustossen.

Die Projekte wurden wegen ihres Peer-Education-Potenzials ausgewählt.

 
 
 
 

Wissenschaftliche Evaluation

 
 

Jedes Projekt wurde während der Umsetzung wissenschaftlich betreut. Das Programm Jugend und Medien hatte ein Team der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW damit beauftragt, alle Peer-Education-Modellprojekte zu begleiten und zu evaluieren.

 

Das Forschungsteam hat Erfolgsfaktoren und Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Umsetzung von Peer-Education-Programmen in einem Schweizer Kontext aufgezeigt und Empfehlungen für den Aufbau von Peer-Education-Konzepten formuliert.

 

Die Berichte finden Sie weiter unten bei Downloads.

 

 

 

 

 
 
 
 

Was braucht es für ein gelingendes Peer-Projekt?

 
 

Qualitätsmerkmale von Peer-Involvement  

  • Entwicklung einer Kultur des Peer-Involvements
  • Bottom-up-Vorgehen: Partizipative Entwicklung von Zielen, Rollen und Verfahren
  • Konzeptuelle Verankerung von Partizipation: Planung von Freiräumen und Flexibilität
  • Begegnung von Erwachsenen und Jugendlichen auf Augenhöhr
  • Intensive Ausbildung und Coaching von Peer-Educators/-Tutors
  • Persönliche Beteiligung und aktive Rolle der Peers
  • Breite Auseinandersetzung mit der gewählten Thematik
  • Heranziehen einer Fachperson Gute Vernetzung des Projekts und Kooperation mit zuverlässigen und erfahrenen externen Projektpartnern  

 

Qualitätsmerkmale zur Förderung von Medienkompetenzen  

  • Im Projekt werden sowohl Risiken wie auch Chancen digitaler Medien zum Gegenstand der Auseinandersetzung. Technische Elemente (z.B. Video herstellen) werden im Projekt berücksichtigt.
  • Die Themen orientieren sich an der Mediennutzung der Jugendlichen.
  • Soziale Medienkompetenzen werden gefördert, in dem Risiken der digitalen Beziehungsgestaltung wie auch neue Möglichkeiten von Partizipation, Kooperation und Solidarität diskutiert werden.
  • Vielfältiges und kritisches Wissen über Zusammenhänge der Medienwelt fliesst in die Projekte ein.
 
 
 
 

Downloads

 
Google+