Melden Sie verdächtige Web-Inhalte

Wenn Sie oder Ihr Kind im Internet auf strafrechtlich relevante Inhalte (Betrug, Pädophilie, harte Pornografie, SPAM usw.) stossen, dann sollten Sie handeln: Die nationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität (KOBIK) nimmt über ein Meldeformular anonyme Meldungen entgegen. Nach einer ersten Prüfung und Datensicherung werden die verdächtigen Webinhalte an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden im In- und Ausland weitergeleitet.

 
 
 

Alles was Recht ist im Jugendmedienschutz

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Kinder und Jugendliche können sowohl Opfer von strafbarem Verhalten werden (Betrug, Mobbing, sexuelle Belästigung etc.), sie können aber auch selbst im Internet gegen das Gesetz verstossen: zum Beispiel, wenn sie Musik und Filme illegal downloaden, Darstellungen von Pornografie und grausamer Gewalt anderen Minderjährigen zugänglich machen oder andere Personen im Internet verleumden, beschimpfen, demütigen oder bedrohen.

 

In den Bereichen Filme, Computerspiele, Radio- und Fernsehen sowie Telekommunikation bestehen auf Ebene einzelner Kantone und dem Bund gesetzliche Bestimmungen, um Kinder und Jugendliche vor für sie ungeeigneten Inhalten zu schützen.

 

Gesetze allein genügen nicht

Gesetze allein können weder die Verbreitung unerwünschter Inhalte regulieren, noch die missbräuchliche Nutzung von Medien verhindern. Eine wichtige Ergänzung zu den gesetzlichen Bestimmungen sind deshalb die freiwilligen Regulierungsmassnahmen der Branche. Verschiedene Medienbranchen verpflichten sich, Kunden auf Schutzmöglichkeiten hinzuweisen und Jugendschutzbestimmungen einzuhalten. Zum Beispiel werden Filme und Computerspiele mit Alterskennzeichnungen versehen und diese beim Verkauf kontrolliert.

 

Eigenverantwortung

Die Regulierung gerade der Online-Medien, die unabhängig von Ort und Zeit verfügbar sind, ist nur beschränkt möglich. Für einen wirkungsvollen Kinder- und Jugendschutz ist deshalb zentral, dass jeder/jede in der Lage ist, Gefahren richtig einzuschätzen, sich selbst zu schützen und die digitalen Medien sinnvoll einzusetzen. Der Bundesrat hat deshalb im 2011 das nationale Programm zur Förderung von Medienkompetenzen lanciert.

 

Auf den Unterseiten dieser Rubrik informieren wir Sie über die bestehenden rechtlichen Bestimmungen, die staatlichen und freiwilligen Regulierungsmassnahmen für einen besseren Jugendmedienschutz sowie über Möglichkeiten der Strafverfolgung.

 
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