Welche Spiele sind für welches Alter geeignet?

Das europaweite PEGI-System gibt mit seinen Einstufungen einen verlässlichen Hinweis darauf, ob ein Spiel im Sinne des Jugendschutzes für eine Altersgruppe geeignet ist oder nicht. Die PEGI-Symbole sind auf der Spiel-Verpackung aufgedruckt und unterscheiden zwischen den Altersgruppen 3, 7, 12, 16 und 18. Gleichzeitig ist gekennzeichnet, ob ein Spiel folgende Inhalte hat: Gewalt, Sex, Drogen, Angst, Diskriminierung, Vulgärsprache, Glückspiel, Onlinespiel. Machen Sie sich hier mit den Symbolen vertraut.

 
 
 

Welches sind empfehlens- werte Spiele?

Die österreichische Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen (BuPP) bietet Eltern und anderen Personen, die für ihre Kinder Spiele kaufen, eine Orientierungshilfe, indem sie empfehlenswerte Spiele auszeichnet (prädikatisiert).

 
 
 

Alterskennzeichnungen für Computer- und Videospiele (PEGI)

Altersempfehlungen der Pan European Game Information (PEGI)

Das europaweit anerkannte Bewertungssystem für Spiele PEGI vergibt Altersempfehlungen und Inhaltskennzeichnungen. Beim Kauf von Computerspielen sehen Eltern anhand der wichtigen Hinweise, ab welchem Alter ein Spiel geeignet ist und ob es Inhalte, Darstellungen und Funktionalitäten enthält, die für Kinder nicht geeignet sind.

 
 
 

Umsetzung von PEGI in der Schweiz

 
 

In der Schweiz haben sich die Hersteller von Games sowie der Handel freiwillig dem PEGI-System verpflichtet. In einem Verhaltenskodex - eingeführt von der Swiss Interactive Entertainment Association (SIEA) - verpflichten sie sich dem aktiven Jugendschutz: Händler dürfen nur Spiele verkaufen, die über eine PEGI-Auszeichnung verfügen, müssen Alterskontrollen an den Kassen sicherstellen und Werbung von 16+/18+ Produkten einschränken. Wird die Alterskontrolle beim Verkauf nicht sichergestellt, sieht der Kodex Sanktionen vor, die bis zum Lieferboykott gehen können. Bisher hat sich ein Grossteil der Hersteller, Händler und Verkaufsstellen dem Branchenkodex angeschlossen. Die Liste der Unterzeichner finden Sie hier.

 
 
 
 

Handlungsbedarf: Online-Vertrieb und Online-Games

 
 

Bei Computerspielen bestehen zwei Problembereiche, die den Jugendschutz vor grosse Herausforderungen stellen. Dies betrifft einerseits den zunehmenden Vertrieb und die zunehmende Verfügbarkeit von Games über das Internet sowie Smartphones. Andererseits die Online-Funktion, wenn Spiele über das Internet in Online-Communities gemeinsam mit anderen (anonymen) Mitspielern gespielt werden.

 

Das bestehende PEGI-System wurde deshalb mit PEGI-Online erweitert. Über die Zertifizierung von Online-Computerspielen sollen die Risiken im Online-Gaming reduziert werden. Die Spielhersteller sollen sich verpflichten, eine Kennzeichnung auf der Verpackung anzubringen, falls das Spiel Online-Möglichkeiten bietet und gleichzeitig Kontrollfunktionen wahrnehmen, um ungeeignete Online-Inhalte zu löschen sowie Beschwerdeinstanzen zu schaffen. Weitere Überlegungen laufen derzeit auf Hochtouren, um die bestehenden Rating-Systeme den neuen Herausforderungen adäquat anzupassen.

 

Schliesslich hat der Europarat in Zusammenarbeit mit ISFE (Interactive Software Federation of Europe) auf Grundlage der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) Richtlinien für Anbietende von Online-Computerspielen und Videospielen erarbeitet.

 

Wichtig: klare Regeln der Eltern

Eltern müssen wissen, dass alle Regulierungsanstrengungen umgangen werden, wenn Kinder und Jugendliche über Freunde und Erwachsene an Computerspiele gelangen, die nicht für sie geeignet sind. Beachten Sie deshalb die Altersempfehlungen, besprechen Sie mit Ihrem Kind dessen Spielgewohnheiten und Präferenzen und definieren Sie klare Regeln.

 
 
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