Tipps für Eltern

Wertvolle Tipps, wie Eltern ihre Kinder im Netz begleiten können, finden Sie auch hier:

 
 
 

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Medienerziehung bei Teenagern

Fadri 14, lässt sich von seinem Handy wecken. Nach dem Frühstück geht er mit dem Kopfhörer in den Ohren aus dem Haus. Im Bus prüft er gleichzeitig rasch seine Mailbox und den Posteingang von Skype und Whatsapp. Und leitet seinen Kollegen eine Nachricht weiter. Im Unterricht arbeitet er mit seinen Kollegen weiter an einer Gruppenpräsentation und fotografiert die Notizen seines Kollegen für seine Unterlagen. Alles tut er mit seinem Handy.

 

Am Nachmittag fährt er nach der Schule direkt zum Fussballunterricht und anschliessend nach Hause. Im Bus repetiert er mit seinem Handy die Französischwörter mit der Lernkartei von Remme. Zuhause fährt er zuerst seinen PC hoch und arbeitet an seinem Vortrag weiter. Danach prüft er ob sein Clan bereits vollständig online ist, um die neue Schlacht aufnehmen zu können. Zwei fehlen noch. Er schickt ihnen eine Whatsapp-Nachricht. Rund eine Stunde später kündet seine Mutter das Nachtessen an. Er weiss, jetzt bleibt ihm noch eine halbe Stunde. Im Chat kündet er an, dass er bei der nächsten Gelegenheit aussteigt. Bereits eine Viertelstunde später ist es soweit. Er skypt die Zeit, die ihm bleibt noch mit seiner Freundin.

 

Schritt für Schritt loslassen

Ihr Kind bewegt sich schon sehr selbständig im Netz. Setzen Sie sich mit den Medien, die Ihr Kind nutzt, auseinander und informieren Sie sich über Chancen und Gefahren. So können sie die Mediennutzung Ihres Kindes in sinnvolle und sichere Bahnen lenken. Vermeiden Sie Überwachung. Nehmen Sie die Welt Ihres Kindes ernst. Wofür interessiert sich Ihr Kind? Und wieso? Was nervt Ihr Kind? Sie? Womit macht Ihr Kind gute Erfahrungen? Was verunsichert Ihr Kind?

 
 
 

Internet und Handy

 
 

Ihr Kind lotet nun immer häufiger Grenzen aus, das gehört zum Teenageralter. Dabei kann es vorkommen, dass es die Grenzen mal überschreitet. Als Eltern ist es Ihre Aufgabe, Ihre Kinder zu begleiten und zu schützen. Nachfolgend einige Tipps, wie Sie dies tun können:

 

  • Computer und auch Handy sind für Kinder sowohl Spiel- als auch Arbeitsgeräte. Informieren Sie sich bei Ihrem Kind, wie es Medien zum Arbeiten nutzt. Sprechen Sie auch mit den Lehrpersonen und anderen Eltern.
  • Wenn Sie denken, dass Ihr Kind verantwortungsvoll mit dem Internet umgehen kann, sollten Sie ab ungefähr 12 Jahren schrittweise einen weniger kontrollierten Zugang gewähren.
  • Grenzen bleiben wichtig. Besprechen und erarbeiten Sie diese aber mit Ihrem Kind und treffen Sie Vereinbarungen. Achten Sie darauf, diese regelmässig zu hinterfragen und sie laufend anzupassen.
  • Mass halten: Teenager sollten nicht mehr als 10 Stunden pro Woche vor dem Bildschirm verbringen – mehr als 20 Stunden pro Woche gilt als problematisch, es sei denn, es dient der Arbeit für die Schule.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die Kontakte im realen Leben nicht vernachlässigt. Es sollte eine Balance zwischen Online- und realen Aktivitäten bestehen.
  • Sorgen Sie auch für bewusste Handy-freie Zeiten. Und halten Sie sich selber auch daran.
  • Nutzen Sie Gespräche, um mit Ihrem Kind über seine Lieblingsbeschäftigungen im Internet zu sprechen.
  • Suchen Sie mit Ihrem Kind das Gespräch, wenn es wiederholt den Computer ausschaltet, sobald Sie den Raum betreten.
  • Werden Sie aktiv, wenn Sie Pornosammlungen und Gewaltdarstellungen auf den Computern oder Handy Ihres Kindes finden und holen Sie sich fachlichen Rat.
  • Nutzen Sie Gespräche auch, um Ihr Kind für Risiken zu sensibilisieren: Wenn Kommentare und Bilder einmal veröffentlicht sind, sind sie nicht mehr kontrollierbar und können sich schnell verbreiten. Zudem gelten auch im Internet Rechte und Gesetze und man kann sich strafbar machen.
  • Unangenehme Begegnungen in den sozialen Netzwerken sollen den Betreibern gemeldet werden und die belästigende Person soll gesperrt werden. Verstösse gegen das Gesetz bei der Polizei melden.
  • Ihr Kind soll Altersempfehlungen ernst nehmen – von Sozialen Netzwerken, Chats, Filmen und Games.
  • Beziehen Sie Stellung. Thematisieren Sie Wirkungen im Internet – die Bedeutung von sexy Darstellungen etwa.
  • Thematisieren Sie Gewaltvideos (sogenannte Happy Slapping) und Austausch von erotischen Bildern und Texten (Sexting) sowie die rechtlichen Aspekte (wer macht sich wann strafbar etc.).
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich gut über Abo-Bedingungen und Pauschaltarife informiert: Bei Einkäufen im Internet immer das Kleingedruckte lesen.
 
 
 
 

Soziale Netzwerke

 
 

Neben Kurznachrichten und Chats sind soziale Netzwerke bei Teenagern besonders beliebt. Hier tauschen sie sich aus, verabreden sich, teilen ihre Erlebnisse mit Text, Bild und Videos. Begleiten Sie Ihr Kind auch hier. Erstellen Sie sein Profil gemeinsam; achten Sie dabei auf die Einstellungen von Sicherheit, Privatsphäre und bei mobilen Apps der Netzwerke auch darauf, dass die Standortübertragung ausgeschaltet ist.

 

Prüfen Sie mit Ihrem Kind auch kindgerechte Alternativen zu Facebook.

 

Weitere Informationen finden Sie in unserer Rubrik soziale Netzwerke.

 
 
 
 

Medien in der Freizeit aktiv ausprobieren

 
 

TV – Sendungen beurteilen

Nehmen Sie verschiedene Sendungen unter die Lupe – die liebste Castingshow Ihres Kindes etwa aber auch Ihre eigene Lieblingssoap (Muss jugendfrei sein!). Versuchen Sie nun die Tricks der Macher zu durchschauen. Wie werden die Kandidatinnen und Kandidaten dargestellt? Die Hauptpersonen? Wie sollen wir als Zuschauer beeinflusst werden? Passiert das offen und ehrlich oder versucht man mich unbemerkt zu beeinflussen?

 

Geocaching

Digitale Schnitzeljagd. Mit Rätseln verbinden – Multicache.

 

Manipuliert?

Manipulierte Bilder, die Schlagzeilen gemacht haben zusammen anschauen und darüber diskutieren. Woran erkennt man Manipulationen?

 

Wie find ich dich?

Eigenen Namen, Bekannte und Verwandte im Internet suchen. Was findet man über sie? Über Spuren im Netz diskutieren.

 
 
 
 

Webseiten für Teenager

 
 
  • Kinderfilmwelt - Infoseite für Kinder und Jugendliche gibt einen Überblick über Filme und Videos für Kinder und orientiert Eltern, welche für welches Alter empfohlen sind.
  • Sichere, interaktive Kinder-Community – tivitreff.de
  • Netztreff – kindernetz.de
  • mein-kika.de
  • Radio Chico – Kinder-Reporter recherchieren eigene Themen. Dazu erstellen sie eigene Podcasts.
  • News4kids – Nachrichtenseite zum aktuellen Weltgeschehen von Studenten der Freien Universität Berlin
  • World Childrens Radio – internationales Kinderradio-Projekt mit musikalischen Weltreisen, Interviews und wichtigen Themen.
  • Empfehlenswerte Kinderwebseiten. Medienpädagogen wählen aus und eine Kinderredaktion bewertet und kommentiert.
 
 
 
 

Nützliche Dokumente für Eltern

 
 

Die digitale Welt entwickelt sich rasant. Für die Medienkompetenz von Eltern und ihren Kindern bedeutet das: Der Weg ist das Ziel. Stetiges Lernen ist in diesem dynamischen Thema die einzige Konstante.

 

 
 
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