Weshalb und wie lange wird gespielt?

Kinder und Jugendliche spielen Computerspiele als Zeitvertrieb und weil sie Spass daran haben. Doch hinter der Faszination für Videospiele steckt mehr.

 
 
 

Motivationen der Spielenden

 
 
  • Selbstwirksamkeit: Jeder Tastendruck zeitigt eine Wirkung - ob die gewünschte, darin liegt die Herausforderung.
  • Macht und Kontrolle: Der/die Spielende ist am Drücker und Ziel ist es, das Spiel in den Griff zu bekommen.
  • Regeln: Sie definieren das Spiel als solches und den klaren spielerischen Rahmen.
  • In Videospielen kann man oft etwas tun, das im Alltag nicht möglich oder vielleicht sogar verboten ist.
  • Spannend und verfügbar: Mit Videospielen lässt sich praktisch immer und überall die Zeit vertreiben.
  • Meisterschaft erlangen: Es braucht keine besonderen physischen Voraussetzungen, um in einem Game der Beste zu werden, sprich: auch untrainierte werden zu starken Helden.
  • Fantastische Welten: Flucht aus dem grauen Alltag.
  • Belohnung: Je besser der Spielende, desto mehr Punkte werden gesammelt.
  • Zugehörigkeit: Wenn gut 90 Prozent der männlichen Schweizer Jugendlichen Games spielen, möchten die meisten nicht aussen vor stehen.
 
 
 
 

Wie häufig wird gespielt?

 
 

Rund zwei Drittel der Schweizer Jugendlichen spielen Videospiele. Knaben häufiger als Mädchen: Täglich oder mehrmals die Woche gamen 60 Prozent der Jungen, bei den Mädchen sind es mit 17 Prozent bedeutend weniger (JAMES-Studie 2014).  

 

Je jünger desto häufiger

Je jünger die Jugendlichen sind, desto häufiger spielen sie Games:

  • Etwa 50 Prozent der 12- bis 15-Jährigen spielen täglich oder mehrmals die Woche, bei den 16- bis 19-Jährigen sind es ein Viertel (JAMES-Studie 2014).
  • Gemäss einer repräsentativen Studie des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung von 2011 liegt die durchschnittliche Spieldauer pro Woche bei rund 6 Stunden. Sie fällt aber bei Männern und in der Altersgruppe der Unter-30-Jährigen höher aus.  

Je älter desto weniger

Im Vergleich zu herkömmlichen Unterhaltungsmedien wie Musik und Film, die passiv genossen werden können, verlangen Videospiele – ähnlich wie ein Buch – ein Zutun des Spielenden und dessen ungeteilte Aufmerksamkeit. Die dafür nötige Zeit wird mit zunehmendem Alter spärlicher, da Ausbildung, Berufsleben und Partnerschaft in der Regel einen höheren Stellenwert einnehmen.

 
 
 
 

Vorsicht vor übermässigem Konsum und Gewaltspielen

 
 

Computerspiele besitzen ein Suchtpotenzial. Jugendliche sind besonders gefährdet, bei übermässigem Konsum von Computerspielen abhängig zu werden. Erfahren Sie hier mehr zum Thema Computerspielsucht.

 
 
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