Welche Spiele für welches Alter?

Das europaweite PEGI-System gibt verlässliche Hinweise, für welche Altersgruppe ein Spiel im Sinne des Jugendschutzes geeignet ist. Die PEGI-Symbole befinden sich auf der Spiel-Verpackung. Auch ist gekennzeichnet, ob ein Spiel folgende Inhalte hat: Gewalt, Sex, Drogen, Angst, Diskriminierung, Vulgärsprache, Glückspiel, Onlinespiel.

 
 
 

Unterrichtsmaterial zum Thema «Games»

SRF mySchool bietet Lehrpersonen Filme und Lektionen zu den unterschiedlichen Spielen und Spieltypen sowie zu Gamedesignern mit Material zum Schwerpunkt serious games.

 
 
 

Welches sind empfehlens- werte Spiele?

Die österreichische Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen (BuPP) bietet Eltern und anderen Personen, die für ihre Kinder Spiele kaufen, eine Orientierungshilfe, indem sie empfehlenswerte Spiele auszeichnet (prädikatisiert).

 
 
 

Videogames – Spielen macht Spass

Kaum ein anderes Medium hat in den letzten Dekaden eine so grosse Entwicklung durchgemacht wie Videospiele. Die Spielindustrie bringt immer spannendere und raffiniertere Videospiele auf den Markt und wendet sich dabei nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern vermehrt auch an Erwachsene.  

 

Über die neusten Entwicklungen erfahren Sie mehr unter Wer, Wie und Was der Spiele und über das Spielverhalten von Kindern und Jugendlichen unter Motivation und Spieldauer.

 

Die Meinungen in Bezug auf Nutzen und negative Auswirkungen von Videospielen gehen auseinander. Wichtig ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Medium und eine aufmerksame Begleitung der Jugendlichen durch die Eltern. Lesen Sie nachfolgend mehr zu Chancen, Gefahren und Tipps im Umgang mit Computerspielen.  

 
 
 

Chancen von Videospielen

 
 
  • Spass haben und sich einer Gemeinschaft zugehörig fühlen.
  • Spiele erlauben einen spielerischen Zugang zu digitalen Medien.
  • Mit Computerspielen können verschiedenste Fertigkeiten wie etwa Hand-Augen-Koordination, das Denk- und Orientierungsvermögen trainiert und die Kreativität gefördert werden. Lesen Sie mehr dazu in unserer Rubrik Chancen im Überblick / Fertigkeiten.
  • Lernen, wie man sich zwischen der Erfahrungs- und Erlebnis-Welt (virtueller und realer Welt) hin und her bewegt.
  • Problemlöse-Strategien entwickeln und Lösungen ausprobieren.
  • Spielen mit Menschen in anderen Ländern und auf verschiedene Sprachen.
  • Experimentieren mit unterschiedlichen Identitäten. 
 
 
 
 

Gefahren von Videospielen

 
 
  • Computerspielsucht: Bloss über einen gewissen Zeitraum sehr viel zu spielen, reicht nicht aus, um von einer Abhängigkeit zu sprechen. Mehr zu Computerspielsucht.
  • Konsum von gewaltdarstellenden Spielen: Als beliebteste Games nennen Jugendliche in der JAMES-Studie 2014 «Call of Duty» und «Grand Theft Auto». Beide sind erst ab 18 freigegeben. Man muss also davon ausgehen, dass zahlreiche jugendliche Gamer schon Videospiele gespielt haben, für die sie eigentlich zu jung waren. Der Konsum von Gewaltspielen kann schädliche Auswirkungen haben.  
  • 3D-Spiele können für die Entwicklung der räumlichen Wahrnehmung von kleinen Kindern schädlich sein. Sie sollten erst ab 6 Jahren und mit Zurückhaltung gespielt werden, da ihre visuelle Verarbeitung anstrengender ist als bei herkömmlichen 2D-Darstellungen. Als Richtlinie empfiehlt sich, nach 30 Minuten Spielen eine Pause von rund 15 Minuten einzulegen.  
  • Praktisch alle Videospiele verfügen über eine Online-Spielvariante. Gewisse basieren auf einem Abonnementssystem, was wiederkehrende Kosten mit sich bringt, andere setzten auf Mikrotransaktionen. Für kleine Geldbeträge können virtuelle Güter wie Kleidungsstücke, Waffen, verbesserte Fähigkeiten für die Spielfigur erworben werden. Achtung: Es gibt Online-Angebote, die verbinden eine Abonnentenstruktur mit der Möglichkeit von Mikrotransaktionen. Dies kann schnell hohe Kosten verursachen!
 
 
 
 

Gefahren von Online-Spielen

 
 

Die meisten Spiele kann man auch online, also im Internet spielen. Daraus ergeben sich Gefahren, die im offline-Modus nicht existieren:

  • Im Gegensatz zu den Spielen, die im Laden gekauft werden, ist es im Internet viel leichter, die Altersgrenzen zu umgehen. Damit können Jugendliche einfach an für sie nicht geeignete Spiele gelangen, z.B. an Gewaltspiele. 
  • Mitspieler können sich in unangebrachter Weise verhalten, z.B. andere Mitspieler beleidigen, tyrannisieren, manipulieren, betrügen oder aggressiv sein.
  • Durch die Beziehungen, die im Spiel zu anderen Mitspielern aufgebaut werden, kann ein Kind veranlasst werden, persönliche Informationen mitzuteilen oder Personen im realen Leben zu treffen.
  • Kinder können über Links im Spiel zu Websites mit nicht jugendfreien Inhalten wie z.B. Pornografie stossen.
  • Wenn von Computerspielsucht die Rede ist, dann handelt es sich meist um online gespielte Games: Gerade in den «Massively Multiplayer Online Role Playing Games» wie World of Warcraft, Lord of the Rings Online und Eve Online besteht schnell eine hohe Identifikation mit dem eigenen «Avatar» (die persönliche Spielfigur), die man immer weiter entwickeln und verbessern will. Da viele Herausforderungen in der Gruppe angegangen werden müssen, steigt der Druck, immer dabei zu sein. Dies kann bei Jugendlichen wie auch Erwachsenen, die bereits andere Probleme haben (z.B. wenig Sozialkontakte, Probleme mit den Eltern) dazu führen, dass eine Abhängigkeit vom Computergame entsteht.
 
 
 
 

Allgemeine Empfehlungen

 
 

Für alle digitalen Spiele gilt:

  • Es ist wichtig, die Alterskennzeichnung von Spielen zu respektieren, damit Kinder keine ungeeigneten oder schädlichen Inhalte konsumieren.
  • Unterstützen Sie Ihre Kinder bei einem verantwortungsvollen Umgang mit Videospielen, in dem Sie selbst die Welt der Spiele entdecken und ausprobieren. Haben Sie Geduld, es ist noch kein Videogamer vom Himmel gefallen.
  • Computer und Konsolen nicht im Kinderzimmer aufstellen und Zugang zeitlich limitieren. Je nach Alter zwischen 30 Minuten (bis 7 Jahre) und zirka 75 Minuten (12 bis 13 Jahre) täglich.
  • Beobachten Sie das Spielverhalten und die Spielpräferenzen Ihres Kindes. Das Spielerleben ist etwas sehr individuelles und von der Tagesverfassung abhängig. Am einen Tag kann beispielsweise das Game «X» problemlos eine Stunde gespielt werden, am nächsten reichen ein paar Minuten aus und der/die Spielende reagiert gereizt.
  • Beobachten Sie die Spielpräferenzen Ihres Kindes. Wenn es z.B. nur noch Shooter-Titel wählt, kann dies ein Hinweis auf ein anderweitiges Problem sein.
  • Sprechen Sie mit dem Kind über das Spiel und versuchen Sie, seine Motivation am Spiel zu verstehen.
  • Benutzen Sie digitale Spiele nicht als Babysitter und auch nicht zur Belohnung oder Bestrafung.
  • Ressourcen: Elternratgeber USK, gametest.ch, unterrichtsmedien.ch
 
 
 
 

Empfehlungen zu Online-Games

 
 

Für Eltern

 

PEGI-Online gibt folgende Sicherheitstipps für Eltern:

  • Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, dass es weder persönliche Informationen anderen Spielern preisgibt noch Spieler ohne Begleitung eines Erwachsenen treffen soll.
  • Schauen Sie, was Ihr Kind auf den Spiel-Webseiten tut.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind, mit Ihnen über unangenehme Erfahrungen beim Spielen zu sprechen, seien es unangebrachte Verhaltensweisen anderer Mitspieler oder unangenehme Inhalte.
  • Unangebrachte Verhaltensweisen sollten direkt dem jeweiligen Spielanbieter gemeldet werden – viele Spielwebseiten und Konsolen bieten entsprechende Feedback-Möglichkeiten an – und  brechen Sie sofort die Kommunikation zum Spiel ab.  

Botschaften an die Kinder

  • Gib keine persönlichen Informationen weiter, wie deine Privatadresse, Telefonnummer oder ein Bild von dir.
  • Triff dich nicht mit einem Online-Mitspieler, ohne mit deinen Eltern darüber gesprochen zu haben.
  • Sage deinen Eltern sofort, wenn du auf Informationen stösst, die dir unangenehm auffallen.
  • Schlechtes Benehmen, beleidigende Sprache oder Betrügen ist auch Online nicht in Ordnung! Du kannst entweder den Zugang der Spieler zum Spiel blockieren, diesen Vorgang dem Spiel-Provider mitteilen oder deinen Eltern davon erzählen.
 
 
Google+