Online-Plattform «Handyknigge» für Lehrpersonen

Angebote für Lehrpersonen und die Lernenden rund um das Thema Mobiltelefonie auf «handyknigge.ch».

 

E-Learning Modul Mobiltelefonie

Vertiefen Sie Ihr Wissen auf der Website von «Jugend und Wirtschaft» und erfahren Sie mehr zum Thema Schuldenfalle, Pornografie und Gewalt.

 
 
 

Handys in der Schule? Smartphones im Unterricht?

Educa stellt für Lehrpersonen Themen-Dossiers und den Guide Mobiles Lernen zur Verfügung.

 
 
 

Handy & Smartphone immer und überall dabei

Fast alle Schweizer Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein eigenes Handy. Viele Eltern kaufen bereits jüngeren Kindern ein Mobiltelefon, um den Familienalltag einfacher zu organisieren oder im Notfall erreichbar zu sein. Einfache Handys werden immer mehr von Smartphones wie iPhone, Blackberry oder Palm verdrängt. Die kleinen Taschencomputer, die mit Internet, MP3-Player, Kamera, Bluetooth-Schnittstelle und Telefon ausgestattet sind, sind auch bei Jugendlichen sehr beliebt.

 

Die Heranwachsenden nutzen das Handy am häufigsten, um über SMS zu kommunizieren und zum Telefonieren. Dies erstaunt nicht, denn schliesslich ist für sie die Kontaktpflege zu Freunden etwas sehr wichtiges. Viele brauchen es auch, um Musik zu hören, Games zu spielen, zum Filmen oder Fotografieren. Bloss ein Drittel von ihnen surft damit im Internet.

 

Achtung: Kosten

Wenn man nicht aufpasst, können teure Handyrechnungen zu unangenehmen Überraschungen führen. Deshalb brauchen viele Jugendliche zum Verschicken von Filmen und Musik lieber die kostenlose Bluetooth-Funktion als die kostenpflichtigen MMS. Auch verwendet fast die Hälfte von ihnen Prepaid-Karten. Mit Handy-Abos verliert man leicht die Kontrolle über die verursachten Kosten. Erfahren Sie, wie Sie die Handykosten auch während den Ferien im Griff behalten.

 
 
 

Ab welchem Alter Handys für Kinder?

 
 

Fachpersonen raten, Kindern erst ab 12 Jahren ein Handy zu geben. Wird früher ein Handy benötigt, dann sollten nur die wichtigsten Funktionen verfügbar sein. Entscheidungshilfen hierzu finden Sie auf elternet.ch.

 
 
 
 

Ist es sinnvoll, dem Kind ein Smartphone zu kaufen?

 
 

Klären Sie, welche Bedürfnisse das Kind hat und welche Funktionen gebraucht werden. Geht es nur darum, dass das Kind telefonisch erreichbar ist und es selbst die Eltern kontaktieren kann, dann reicht ein gewöhnliches Mobiltelefon.

 

Ein Problem kann sein, wenn die Schulkameraden ein Smartphone haben und jene mit einem gewöhnlichen Handy ausgelacht werden. Dieser Gruppendruck kann für das Kind als unangenehm erlebt werden. Eltern sollten ihr Kind im Selbstvertrauen stärken, sodass es sich nicht als Opfer dieses Gruppendrucks fühlt. Zudem ist zu bedenken, dass Smartphones Zugang zum Internet bietet und somit alle Risiken, die man mit dem Computer kennt, auch mit dem Smartphone existieren. Das Kind muss deshalb den verantwortungsvollen Umgang ebenfalls mit dem Smartphone lernen. Lesen Sie dazu die Empfehlungen weiter unten. Sinnvoll ist es zudem, das speziell für das Smartphone entwickelte Filterprogramm "Mobicip" zu installieren. Es kann für einen geringen Betrag über den App-Store bezogen werden. 

 
 
 
 

Chancen von Handy und Smartphone

 
 
  • Kontakte mobil pflegen, sich kurzfristig verabreden oder im Notfall jemanden kontaktieren zu können, sind gerade bei Jugendlichen beliebte Möglichkeiten.
  • Zugehörigkeitsgefühl: Das Mobiltelefon ist für viele Jugendliche ein Statussymbol.
  • Die permanente Erreichbarkeit erleichtert die Organisation des Familienalltags. Wichtig ist, als Eltern das gute Mass zu finden, d.h. nicht mehr Kontrolle als nötig auszuüben. Auch kann ein Handy nicht die Anwesenheit der Eltern ersetzen.
  • Mobiler Zugang zu Informationen im Internet, z.B. Fahrplan, E-Mails etc.
  • Informelle Lernmöglichkeiten: Der mobile Internetzugang erlaubt es, sich unterwegs über Stadt, Land und Leute zu informieren oder einen Begriff über Wikipedia nachzuschlagen oder etwas über die Pflanze oder das Bergpanorama in Erfahrung zu bringen, vor dem man gerade steht.
  • Eltern können gemeinsam mit den Kindern im Moment, wenn die Fragen aktuell sind, nach Antworten suchen.
  • Unterhaltung unterwegs dank zahlreichen Apps , die es für Smartphones gibt. Apps-Empfehlungen für Kleinkinder und Schulkinder von Eternbildung CH.
 
 
 
 

Gefahren der Handy- und Smartphone-Nutzung

 
 
  • Hohe Telefon- oder Downloadkosten, die zu Verschuldung führen können. Auch sind viele Apps kostenpflichtig und solche mit Push-Funktion (Inhalte, z.B. Wetter, Facebook-Meldungen etc. werden automatisch auf das Handy geliefert) können hohe Kosten auslösen, weil jedes Mal teure Datenverbindungen aufgebaut werden, die nur bei Abos mit Internet-Flatrate (Datendownload und Surfzeit unlimitiert, fixe Monatsgebühr) gedeckt sind. > Apps-Ratgeber für Jugendliche
  • Über Bluetooth oder via Mail können ungewollt gefährliche oder ungeeignete Dateien (z.B. Pornografie oder Gewaltdarstellungen) empfangen werden.
  • Happy Slapping
  • Herunterladen von Filmen mit verbotenem Inhalt. Informationen zu verbotenen Inhalten und zur Rechtslage finden Sie hier.
  • «Sexting» (Wortkombination aus «Sex» und dem englischen «Texting», senden von SMS): Immer mehr Jugendliche machen von sich selbst oder anderen erotische Fotos sowie Filme mit Nacktaufnahmen. Diese versenden sie per Handy an Freunde und Bekannte. Häufig landen die Bilder auch im Internet, z.B. in Sozialen Netzwerken oder Foto-Communitys. Dann ist die Verbreitung nicht mehr aufzuhalten. Jahre später können sie wieder auftauchen und künftigen beruflichen Karrieren und privaten Beziehungen massiv schaden. Wichtig: Das Verbreiten und Veröffentlichen erotischer Fotos Minderjähriger ist zudem illegal und kann rechtliche Konsequenzen haben.
 
 
 
 

Empfehlungen im Umgang mit Handys

  • Klare Regeln vereinbaren, wie das Handy eingesetzt werden darf. Passen Sie Ratschläge und Regeln laufend dem Alter des Kindes an.
  • Hohe Rechnungen vermeiden: Prepaid-Karten helfen, die Kosten zu kontrollieren. Vereinbaren Sie mit dem Kind, wie es mit kostenpflichtigen Diensten umgehen soll (Musik- und Videodownload oder Surfen im Internet).
  • Wer ein Smartphone hat, kann mit Apps wie «WhatsApp», den Messengern von «Twitter»  oder «Facebook» kostenlos chatten und Bilder verschicken und so Kosten für SMS, MMS und Telefone sparen.
  • Installieren Sie keine unbekannten Apps.
  • Sprechen Sie mit dem Kind über nicht jugendfreie Inhalte (Pornografie, Gewaltdarstellungen, Glücksspielseiten). Auch wenn diese auf dem Gerät des Kindes gesperrt oder unterdrückt sind, könnte es bei Freunden Zugang zu solchen Inhalten bekommen.
  • Ermuntern Sie die Heranwachsenden, beunruhigende Inhalte (z.B. Gewalt, harte Pornografie) oder Belästigungen Ihnen oder einer vertrauenswürdigen Lehrperson mitzuteilen.
  • Nutzen Sie die technischen Schutzmöglichkeiten wie z.B. das Filterprogramm Mobicip für Smartphones.
  • Tauschen Sie mit anderen Eltern Erfahrungen im Umgang mit den Medien aus.
 
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