Filme mit Unterrichtsmaterial

SRF mySchool bietet Lehrerinnen und Lehrern Unterlagen zum Urheberrecht und zu Gratis-Downloads.

 
 
 

SECO-Wegweiser zum Online-Shopping

Hier finden Sie Tipps und rechtliche Hinweise rund um das Einkaufen im Internet: Internetfallen, Datendownload, Markenfälschungen, technische Sicherheit, Datenschutz etc.

 
 
 

Vorsicht vor Internetfallen

Hier können Sie den Flyer «Vorsicht vor Internetfallen» des Eidgenössischen Büros für Konsumentenfragen (EBK) herunterladen. Auf der Internetseite des EBK finden Sie diverse Links, Informationen und Ratschläge über das Einkaufen via Internet.

 
 
 

Ein Ratgeber für Eltern

"Kinder und Onlinewerbung"

 
 
 

Einkaufen im Internet und Download von Musik, Filmen & Co.

Einkaufen über das Internet wird immer beliebter. Jugendliche beziehen im Internet vor allem Musik, Filme, Software oder Videospiele. Dabei ist der Download in zahlreichen Online-Shops kostenpflichtig, neben vielen kostelosen Angeboten.


Gefragt: Begleitung der Eltern

Problematisch ist zum Beispiel der Datenaustausch zwischen Internetnutzenden über spezielle Plattformen, den sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerken. Um Kinder vor Gefahren zu schützen, ist die Begleitung der Eltern auch beim Online-Einkauf und beim Download von Daten gefragt. Gemäss einer Studie in 14 europäischen Ländern laden jedoch die Hälfte der Kinder Computerspiele alleine und unbeaufsichtigt herunter (Norton Familiy Report 2010). Lesen Sie nachfolgend, welche Gefahren mit dem Download und dem Einkaufen im Internet verbunden sind.

 
 
 

Vorsicht mit Peer-to-Peer-Netzwerken

 
 

Um sich an einem Peer-to-Peer-Netzwerk zu beteiligen, ist in der Regel die Installation eines entsprechenden Programms und die Einrichtung eines Benutzerkontos erforderlich. Ist man einmal Teil eines solchen virtuellen Netzwerkes, kann man entweder Dateien, also z.B. Film- und Musiktitel von anderen Netzwerkmitgliedern herunterladen oder seine eigene Datensammlung Dritten zur Verfügung stellen.

Legal: das kostenlose Downloaden
In der Schweiz ist bis heute das kostenlose Downloaden (das Herunterladen) von Musik, Filmen und anderen urheberrechtlich geschützten Dateien erlaubt.

Verboten: Upload von fremden Daten
Illegal hingegen ist der Upload, also das Heraufladen der Dateien ohne Erlaubnis der Urheber. Denn damit stellt man die Dateien einer unbegrenzten Anzahl Dritter zur Verfügung.

Viele Länder sind in den letzten Jahren energisch gegen solche Peer-to-Peer Netzwerke vorgegangen, da Film- und Musikbranchen hohe Einnahmeausfälle beklagen.

 
 
 
 

Freie, kostenlose Angebote

 
 

Es gibt Angebote, die mit dem Einverständnis der Urheber kostenlos für die private und nicht-kommerzielle Nutzung online zur Verfügung gestellt werden. Musik, Videos, Fotos u.a. können via Creative Commons bezogen werden. So ist beispielsweise Jamendo eine Community für freie, legale und unlimitierte Musik, unter der Lizenz von Creative Commons.
Als Software gibt es die sogenannten Open Source Softwares wie zum Beispiel Open Office als Alternative zu Microsoft Office oder Freeware, wie z.B. der Internetbrowser Firefox.

 
 
 
 

Chancen

 
 
  • Der Gang ins Geschäft kann man sich sparen und Einkäufe können rund um die Uhr getätigt werden.
  • Preis und Leistung von verschiedenen Produkten und Anbietern können miteinander verglichen werden.
  • Bei Musik muss man nicht mehr das ganze Album kaufen, sondern es können einzelne Musiktitel heruntergeladen werden.
  • Jugendliche können das Konsumverhalten üben und sich Wissen über Online-Transaktionen aneignen.
 
 
 
 

Gefahren

 
 
  • Hohe Ausgaben: Die Verlockung ist gross wegen des endlosen Angebots im Internet, viele Einkäufe zu tätigen. Es kann bis hin zur Verschuldung führen.
  • Internetfallen: Scheinbare Gratis-Angebote (z.B. Gewinnspiele, Klingeltöne, Tests jeglicher Art, Jobangebote, Chats, Gratisprogramme, Horoskope) können sich als teure Falle entpuppen. Der Nutzer muss sich mit den persönlichen Kontaktdaten anmelden. Im Kleingedruckten oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstecken sich die Vertragsklauseln, die zu einem langfristigen oder teuren Abonnement verpflichten.
  • Auch fragen manche Firmen nach einer Handynummer und buchen dann von dieser ab statt von einer Kreditkarte oder einem Bankkonto.

 

Gefahren beim Download

  • Gefährliche Computerviren, schädliche Software oder kinderpornografische Inhalte können sich in den Daten verstecken.
  • Minderjährige könnten jugendgefährdende Medien, beispielsweise Musik mit gewaltverherrlichenden oder sexistischen Texten oder CD-Covers mit Gewaltdarstellungen herunterladen.
 
 
 
 

Empfehlungen bezüglich dem Download von Daten

 
 
  • Kinder und Jugendliche sollten keine Daten herunterladen, ohne vorher die Eltern zu fragen.
  • Prüfen Sie die Vertrauenswürdigkeit der Quelle oder der herunterzuladenden Datei.
  • Sichern Sie den Familiencomputer und alle anderen Computer in Ihrem Netzwerk durch ein aktuelles Virenprogramm. Sonst droht die Infizierung mit schädlicher Software.
  • Finden Sie mit Ihren Kindern heraus, wie Ihr Filesharing-Programm eingestellt ist. In den Standardeinstellungen ist der Upload (das Heraufladen) der Dateien meistens unbeschränkt zugelassen. Ändern Sie diese Einstellungen. Wer den Upload nicht unterbindet, macht sich sogar strafbar.
 
 
 
 

Empfehlungen zum Einkaufen im Internet

 
 
  • Nur bei einem bekannten oder vertrauenswürdigen Anbieter einkaufen.
  • Informieren Sie sich über die Zollbestimmungen beim Einkauf bei ausländischen Anbietern.
  • Das «Kleingedruckte» oder die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zuerst lesen.
  • Bei Einkäufen Kaufpreis inkl. Zusatzkosten kontrollieren.
  • Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie Rückgaberechte prüfen. Der Verkäufer ist verpflichtet, über Lieferbedingungen und -kosten zu informieren.
  • Wenn Ihr Kind einen Kauf tätigt, mit dem Sie nicht einverstanden sind, melden Sie dies unverzüglich dem Vertragspartner. Nur so kann der Kaufvertrag als ungültig erklärt werden.
  • Melden Sie Internetbetrug über das Meldeformular der Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität (KOBIK).
  • Tipps zu sicherem Einkaufen auf Online-Auktionen (ebay, ricardo etc.) finden Sie hier.
 
 
 
 

Rechtliche Hinweise

 
 
  • Kinder dürfen nicht via Werbung aufgefordert werden, Produkte zu erwerben.
  • Minderjährige (unter 18-jährige) brauchen die Zustimmung der Eltern, wenn sie einen Vertrag abschliessen wollen. Doch selbst bei elterlicher Zustimmung ist nur das Kind verpflichtet. Falls dieses nicht zahlt, haften die Eltern nicht, ausser es steht ausdrücklich so im Vertrag.
  • Sind die Eltern oder die gesetzlichen Vertreter der Minderjährigen mit einem Kauf nicht einverstanden, müssen sie dies dem Vertragspartner sofort melden, wodurch der Kaufvertrag als nichtig angesehen wird.
  • Ein Kind kann frei über sein Taschengeld und selbstverdienten Lohn verfügen (freies Kindesvermögen). Urteilsfähige Minderjährige können ohne Zustimmung der Eltern selbstständig Verträge schliessen – vorausgesetzt diese sind im Rahmen ihres freien Kindesvermögens.
  • Kaufverträge werden mit einer elektronischen Unterschrift unterzeichnet, die Zahlung erfolgt elektronisch. Für den Handel via Internet (E-Commerce) bestehen keine besonderen Vorschriften, es gelten die bestehenden Rechtsgrundlagen.
 
 
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