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26.04.2013

«Ich schaue jeden Tag fern»

Das Fernsehen bleibt für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren gemäss der deutschen KIM-Studie das wichtigste Medium. 79 Prozent sehen täglich fern, einen vergleichbaren Wert erzielt mit 73 Prozent nur das Erledigen der Hausaufgaben. Rund ein Drittel nutzt jeden Tag ein Handy (32 Prozent) oder hört Radio (29 Prozent). Täglich online ist fast jedes fünfte Kind (17 Prozent).

 

Mit steigender Lesekompetenz wächst der Zugriff auf Onlinemedien. 21 Prozent der 6- bis 7-Jährigen nutzen das Internet, bei den 12- bis 13-Jährigen sind es schon 93 Prozent. Dabei nutzen sie das Internet am häufigsten als Suchmaschine - zum Erledigen der Hausaufgaben und zum Suchen nach Spielen. Google und Yahoo sind die bekanntesten gefolgt von den Kindersuchmaschinen «Blinde Kuh» und «Frag Finn». 66 Prozent der 6- bis 13-Jährigen haben eine Lieblingswebseite im Internet - in ihrem Ranking steht Facebook an erster Stelle. 17 Prozent dieser Kinder nennen das Soziale Netzwerk, und dies obwohl die Facebook-Nutzung erst ab 13 Jahren erlaubt ist. Die Videoplattform YouTube (12 Prozent) und schülerVZ (11 Prozent) landen auf den Rängen zwei und drei.

 

Die KIM-Studie 2012 enthält zudem erstmals den Sonderteil miniKIM, der das Medienverhalten von Kindern von 2 bis 5 Jahren beschreibt. Mindestens einmal pro Woche nutzen auch Kleinkinder neben dem «Buch ansehen» am häufigsten den Fernseher: 65 Prozent der 2- bis 3-Jährigen, 88 Prozent der 4- bis 5-Jährigen. Das Internet nutzen sie noch kaum.

 

Fazit

Die Studie belegt einmal mehr den hohen Stellenwert von Medien im Alltagsleben von Kindern. Bemerkenswert ist die Nutzung des Fernsehens bei Kleinkindern und von Facebook bei Kindern unter 13 Jahren. Sie wirft Fragen bezüglich der elterlichen Begleitung der Medienaktivitäten von Kindern auf. Das Programm Jugend und Medien bietet Eltern mit dem Flyer Goldene Regeln wichtige Orientierungshilfen und Tipps zum Umgang mit Medien. Grundsätzlich gilt: Kinder und Jugendliche wachsen in einer vielfältigen Medienwelt auf. Sie abzuschirmen ist nicht möglich. Umso wichtiger ist es jedoch, sie von klein an aktiv zu begleiten.

 

Zur Studie

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) führt die Studienreihe KIM (Kinder + Medien, Computer, Internet) seit 1999 regelmässig durch. Die Studie bildet das repräsentative Medienverhalten der 6- bis 13-Jährigen in Deutschland ab. Für die KIM-Studie 2012 wurden 1220 Kinder persönlich befragt und deren Haupterzieher füllten einen Fragebogen aus - zu ihrer Mediennutzung, dem Medienumgang des befragten Kindes, der Medienerziehung und der Einstellung in Medienfragen. Um mehr über den Stellenwert von Medien bei Kleinkindern zu erfahren, wurde 2012 erstmals die repräsentative Zusatzerhebung miniKIM bei 632 Haupterziehern von 2- bis 5-jährigen Kindern durchgeführt.

 

PDF der Studie

 
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