Happy Slapping – eine demütigende Gewaltform

«Happy Slapping» (lustiges Draufschlagen) hat in den letzten Jahren immer wieder zu Schlagzeilen geführt. Der Begriff bezeichnet eine Form von Gewaltverhalten, die sich erst mit der Verbreitung von Handys mit einer Videokamera entwickelt hat: Szenen, in denen Personen geschlagen oder verletzt werden, werden von Komplizen gefilmt und anschliessend via Handy oder über das Internet verbreitet. Für die Opfer kommt nebst dem körperlichen Leiden die Demütigung hinzu, wenn die Gewalttat im Internet und im Freundeskreis verbreitet wird.

 

Mit Happy Slapping kann man verschiedene strafbare Delikte begehen wie zum Beispiel Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung oder Nötigung. Verboten ist, Bildaufnahmen mit grausamen Gewalttätigkeiten zu produzieren oder zu besitzen. Durch Anstiftung und Mittäterschaft sowie unterlassene Hilfeleistungen kann man sich ebenfalls strafbar machen.

 
 
 

Zahlen zu Happy Slapping in der Schweiz

 
 

Die Schweizer JAMES-Studie 2014 hat Jugendliche gefragt, ob sie selbst solche Videos gedreht haben. 9 Prozent gaben an, bereits eine gestellte Schlägerei gefilmt zu haben, 6 Prozent eine echte.

 
 
 
 

Was tun?

 

Wer Happy Slapping beobachtet oder entsprechende Videoaufnahmen zugeschickt bekommt, sollte dies der Polizei melden. Wer Opfer von Happy Slapping wird, braucht sich dafür nicht zu schämen und sollte die Demütigung nicht stillschweigend hinnehmen, sondern sich Hilfe bei einer Vertrauensperson, bei einer Opferberatungsstelle oder bei der Polizei holen.

 
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