Tipps gegen sexuellen Missbrauch im Chat

Die Broschüren «Click it» für Eltern und Kinder der Schweizerischen Kriminalprävention als PDF.

 
 
 

Sexuelle Belästigung im Internet

Lassen Sie sich bei sexuellen Übergriffen im Internet von der Opferberatungsstelle in Ihrer Nähe beraten. Den Vorfall auch der Kantonspolizei melden.

 
 
 

Online miteinander plaudern

In der Freizeit treffen sich Jugendliche am liebsten mit ihren Freunden. Dies tun sie auch im Internet: Ohne grossen Aufwand – jederzeit und weltweit – tauschen sie Nachrichten und vieles mehr mit Freunden aus. In Sozialen Netzwerken, Chaträumen oder über Instant Messenger ist es möglich, in Echtzeit zu zweit oder in der Gruppe zu plaudern (chatten). Damit die Jugendlichen sich dabei auch sehen und hören, schalten sie manchmal die Kamera (Webcam) und das Mikrofon ein.

 

Das sogenannte Chatten gehört zu den häufigsten Aktivitäten in Sozialen Netzwerken – 94 Prozent der Jugendlichen tun dies (JAMES-Studie 2014). Im Gegensatz zum Telefonieren kostet es nichts. Auch attraktiv ist, dass man in öffentlichen Chaträumen schnell neue Leute kennen lernen kann. Unter den Instant Messengern ist vor allem der Whatsapp, Line oder Threema beliebt.

 

Chats für Kinder

Es gibt öffentliche Chatrooms, die speziell für Kinder sind – wie etwa spick.ch. Sie werden von Moderatoren überwacht: Diese prüfen die Beiträge vor der Veröffentlichung, schreiten bei unangebrachten Textinhalten ein und werfen störende Teilnehmende raus.

 
 
 

Chancen

 
 

Chatten macht Spass und bietet Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten:

  • Freunde finden und Freundschaften pflegen.
  • Sich zugehörig fühlen.
  • Über gemeinsame Interessen diskutieren.
  • Testen, welche Meinungen gut ankommen und welche nicht. Diese Rückmeldungen von Gleichaltrigen sind gerade für die Identitätsbildung wichtig.
  • Die Schreib- und Kommunikationskompetenz kann gefördert werden.
 
 
 
 

Gefahren

 
 
  • Unerwünschte Kontakte und sexuelle Übergriffe: Pädosexuelle können in Chatrooms Kontakt mit potenziellen Opfern aufnehmen. Dabei geben sie sich oft als Jugendliche aus.
  • Sucht
  • Von Anderen bloss gestellt, beleidigt oder belästigt werden – sogenanntes Cyberbullying.
  • Missbrauch von persönlichen Daten oder Fotos.
 
 
 
 

Chat-Regeln

Folgende Chat-Regeln können Sie Kindern und Jugendlichen mitgegeben:

  • Name, Adresse und Telefonnummer niemandem bekannt geben.
  • Bei einem seltsamen, unangenehmen oder belästigenden Kontakt den eigenen Kontakt sofort abbrechen und mit den Eltern oder einer Vertrauensperson darüber sprechen sowie den Vorfall dem Chat-Moderatoren melden.
  • Nicht vergessen: Erwachsene können sich im Chat unerkannt als Kind oder Männer als Frauen ausgeben.
  • Niemals eine Internetbekanntschaft ohne Begleitung einer erwachsenen Person treffen.
  • Treffpunkt immer an einem öffentlichen Ort abmachen.
  • Spitznamen (Nickname) verwenden, der nichts über Namen, Alter und Geschlecht aussagt. Schlecht wäre z.B. claudia12basel.
 
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